Archiv 2010
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15. Dezember 2010
Oberster Rechnungshof Jahresbericht 2010 hat Waldumbau und Wildverbiss zum Thema
 
Waldbauförderung effektiver und effizienter gestalten

Bis 2020 sollen 100.000 ha gefährdete Fichtenbestände in klimatolerante Mischwälder umgebaut werden. Dieser aktive Umbau wird mit jährlich rd. 7 Mio. € gefördert.

Der ORH hat festgestellt, dass der Verwaltungsaufwand bei fast 40% der ausgereichten Fördermittel liegt. Die Empfänger der Förderung sind mit hohen Kosten für Zäune gegen Wildverbiss belastet. Es ist fraglich, ob das Umbauziel zeitgerecht erreicht werden kann.

Der ORH fordert, dass die Forstverwaltung ihre Verantwortung für den Waldumbau noch stärker wahrnimmt und den Verwaltungsaufwand bei den Fördermaßnahmen reduziert. Die Forstverwaltung muss die Jagdbehörden anhalten, ausreichende Abschüsse durchzusetzen. Nur dadurch können Belastungen der Waldbesitzer durch Kosten für zusätzliche Zäune zurückgeführt und Anreize für den Waldumbau erhöht werden.
 
Weitere und ausführlichere Informationen gibt es im Jahresbericht 2010 des Bayerischen Obersten Rechnungshof (hier klicken).
 
 
07. Dezember 2010
Schneebruchschäden im Gebiet der WBV Sulzbach-Rosenberg bislang überschaubar
 
Auch das Gebiet der WBV Sulzbach-Rosenberg ist von Schneebruchschäden betroffen. Die beiden WBV-Geschäftsführer und die Revierleiter des AELF Amberg haben sich einen ersten Eindruck von der Lage verschafft. Das Schadvolumen lässt sich derzeit noch schlecht abschätzen. Die hohe Schneelage und zugeworfene Forststraßen erschweren momentan umfangreichere Erhebungen.
 
Es herrschen Einzelbrüche vor allem unter- und zwischenständiger Kiefern vor. Die Schäden verteilen sich auf die gesamte Fläche. Höhere Lagen sind etwas stärker betroffen. Vereinzelt gibt es auch Nesterbruch und -wurf in (Fichten-) Dickungen und Stangenhölzern. Eine vorläufige Schätzung des Schadensumfang ergeben etwa 5.000 bis 10.000 fm (bei 11.000 ha Mitgliedsfläche) in der WBV Sulzbach-Rosenberg.
 
Einschätzung der Marktrelevanz: Viele Einzelbrüche verteilt auf nahezu alle Waldbesitzer ergeben bei den meisten Waldbesitzern Kleinstmengen, die wahrscheinlich - Dank der hohen Brennholznachfrage -  zum größten Teil im "Ofenloch" vermarktet werden. Waldbesitzer, die ihr Holz mit besserer Wertschöpfung vermarkten wollen, wenden sich natürlich an die WBV.
 
Die Waldbesitzer werden gebeten, zügig - nachdem die akute Schneebruchgefahr vorbei ist - die von Bäumen und Kronen blockierten Forststraßen frei zu räumen.
Gezäunte Forstkulturen müssen schnellsten auf Schäden kontrolliert werden und gegebenenfalls repariert werden. Meistens sind die Zäune zerstört und können jetzt die wertvollen Kulturen nicht mehr vor Verbiss schützen.
Da die Böden unter der isolierenden Schneedecke wassergesättigt und nicht gefroren sind, wird sich die Aufarbeitung der Schneebruchschäden in vielen Wäldern schwierig gestalten.
Den Waldbesitzern wird dringend empfohlen, bei der Aufarbeitung der unter Spannung stehenden Stämme und noch hängenden Gipfel erhöhte Vorsicht walten zu lassen, oder professionelle Kräfte mit der Durchführung zu beauftragen.
 
Spaziergängern wird momentan wegen den damit verbundenen Gefahren geraten, auf ihren Waldbesuch vorerst zu verzichten.
Die Feuerwehren waren fast 24 Stunden im Einsatz. Vielfach wären Einsätze vermeidbar gewesen, wenn die Waldbesitzer die vorgeschriebene Baumbeschau entlang öffentlicher Straßen und Wege durchführen würden und dann auch dafür gesorgt hätten, dass gefährdete Bäume rechtzeitig beseitigt worden wären. Auch Feuerwehrleute würden nachts um halb drei lieber im warmen Bett liegen! (Bilder: Jörg Berendes)
 
 
06. Dezember 2010
Warnung vor Schneebruch - Risiko im Gebiet der WBV Sulzbach-Rosenberg sehr hoch
 
Wie weiter unten bereits angemerkt zeigt der Schnee - auch für den Laien verständlich - welche Bäume im Rahmen einer Durchforstung zu entnehmen sind. Die Lage im Wald hat sich zwischenzeitlich auch im Bereich der WBV Sulzbach-Rosenberg verschärft. Erste Bäume (vor Allem unter- und zwischenständige Kiefern sowie einseitig bekronte Kiefern) sind bereits unter der Schneelast zusammengebrochen und die weiteren Wetteraussichten sind aus Waldbesitzersicht momentan alles andere als günstig.
 
Schnee zeigt Durchforstungsnotwendigkeit Auf dem Bild links mit roten Pfeilen markiert sind die vom Schnee gebogenen Stämme (Sichtweite ca. 10m). Diese kann der Waldbesitzer ohne Probleme aus dem Waldbestand herausschlagen.
Die hauptständigen und starken Kiefern stehen überwiegend gerade. (Bilder: Jörg Berendes)
 
Verkehrssicherungspflicht an öffentlichen Wegen
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
An dieser Stelle muss wieder einmal auf die Verkehrssicherungspflicht der Waldbesitzer hingewiesen werden. Auch hier zeigt der Schnee die für den Straßenverkehr gefährlichen Bäume, wie auf nebenstehenden Bild deutlich zu sehen ist.
 
 
 
 
 
 
03. Dezember 2010
Schnee gibt wertvolle Hinweise für notwendige Waldpflege
 
Der Schnee, der momentan auf den Bäumen liegt, führte in Teilen der Oberfalz zu ersten Schneebruchschäden in den Wäldern. Im Bereich der Waldbesitzervereinigung Sulzbach-Rosenberg (WBV) ist die Lage noch nicht bedrohlich, aber die Natur gibt den Waldbesitzern wertvolle Tips für die notwendige Waldpflege.

Der Schnee führt bei schwachen Bäumen dazu, dass sich die Stämme unter der Schneelast biegen – und genau diese sind im Rahmen einer Waldpflege zu entnehmen. Sie würden bei einer ungünstigeren Schneelage als erstes brechen. Die WBV empfiehlt deshalb den Waldbesitzern, die Situation im Wald zu nutzen und die, jetzt von der Natur vorgezeichneten gebogenen Bäume mit Farbe zu markieren. Die so ausgezeichneten Bäume sollten dann auch herausgeschlagen werden. Nur dann kann der Waldbesitzer für bessere Stabilität in seinem Wald sorgen. Bruchholz ist in seinem Wert stark vermindert, unbeschädigt bekommt der Waldbesitzer bei den momentan hohen Holzpreisen gutes Geld für seine waldpflegerische Maßnahme.
 
 
24. November 2010
Bäume mit dem Harvester ernten - eine Empfehlung der Berufsgenossenschaft
 
Zehn tödliche Unfälle in sechs Wochen, das ist die dramatische Herbstbilanz der Land- und forstwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft Niederbayern/Oberpfalz und Schwaben in diesem Jahr. "So eine Serie von schweren Unfällen hatten wir noch nie", sagt Fritz Allinger, Leiter der Präventionsabteilung.

Zwei der genannten Unfälle waren Waldunfälle. Aufgrund des guten Holzpreises und der anstehenden Wintersaison muss mit weiteren Unfällen gerechnet werden.

Um Waldarbeiten möglichst sicher durchzuführen, bieten sich folgende Möglichkeiten an:
  • Der Harvestereinsatz ist mit Abstand die sicherste Lösung, da sich 99,8 % der Unfälle bei der händischen Waldarbeit ereignen.
  • Fachgerechter Einsatz von Forstseilwinden, zum Beispiel beim Abziehen von Hängern.
  • Fällung und Aufarbeitung durch geschultes Personal (z. B. ausgebildete Forstwirte).
  • Besuch von Motorsägenkursen und Kursen an der Waldbauernschule.
  • Benutzung der kompletten Schutzausrüstung inklusive Helm mit Gehör- und Gesichtsschutz.
Bei den Unfallursachen gibt es immer wieder typische Gefahrenherde:
  • Aufenthalt im Gefahrenbereich (doppelte Baumlänge)
  • fehlerhafte Schneidetechnik
  • hängen gebliebene Bäume
  • herabfallende Äste und Kronenteile
  • fehlende Schutzausrüstung
"Jeder Baum, der sinnvollerweise mit dem Harvester geerntet werden kann, muss mit dem Harvester geerntet werden“, sagt Fritz Allinger, "um noch mehr Leid bei der Waldarbeit zu verhindern."
 
Alois Frühmorgen
LBG NOS
 
 
19. Oktober 2010
WBV erweitert Maschinenpark
 
Der jetzt neu angeschaffte Horizontalspalter mit einem Eigengewicht von 1,2 to ist mit Zugmaul und Fahrgestell ausgestattet so dass Schlepper ab 30 PS den Spalter problemlos transportieren und betreiben können. ....(Zum Weiterlesen und zu den Bildern bitte hier klicken)
 
 
01. Oktober 2010
Kurzinformation waldbauliche Förderrichtlinien
 
Zu den neuen Förderrichtlinien hat Revierleiterin Monika Meiler eine  kurze Übersicht über die bei uns wichtigsten waldbaulichen Förderungen zusammengestellt (siehe Downloadbereich).
Gefördert wird u.a. die Erstaufforstung nicht forstlicher Flächen, die Wiederaufforstung nach Nutzung, das Schließen von Bestandeslücken in Beständen aller Altersklassen sowie die Naturverjüngung mit einem Laubholz- oder Tannenanteil von mind. 30%.
Hervorhebenswert ist die Förderung von Jugendpflegemaßnahmen in Nadel-, Misch- und Laubholzbeständen wie auch die erstmalige Durchforstung von Nadel-, Misch- und Laubholzbeständen (entscheidende Weichenstellung für stabile und ertragreiche Wälder).
 
Erste Ansprechpartner zu Fragen der Förderung sind natürlich unsere Revierleiter (Übersicht Revierleiter).
Und immer daran denken: Kein Maßnahmenbeginn ohne Bewilligung.
 
 
20. August 2010
Überarbeitete waldbauliche Förderrichtlinien gelten ab 1. September
 
Ab 01.09.2010 ändern sich die waldbaulichen Förderrichtlinien. Bei der Pflanzung bleibt es im Wesentlichen beim Alten, nur Kleinflächen können künftig flexibler gehandhabt werden. Der zeitliche Spielraum wird allerdings wesentlich enger - i.d.R. muss die Maßnahme im Jahr der Beantragung abgeschlossen werden.
Neu - und mit 400,- €/ha recht interessant - ist die Förderung der erstmaligen Jungdurchforstung - egal ob Laub-, Misch- oder Nadelholzbestände. Entscheidend ist, dass der Durchmesser in Brusthöhe bei den Auslesebäumen (das sind die zu fördernden zukünftigen Hoffnungsträgern im  Abstand von 5 bis 7 Metern) durchschnittlich 22 cm noch nicht überschritten hat. Die Mindestfläche beträgt 0,25 ha.
 
Weitere Informationen und Beratungstermine erhalten die Waldbesitzer bei ihrem zuständigen Revierleiter (Übersicht Revierleiter)
 
 
01. Juli 2010
Holz: Energie großgeschrieben - LWF aktuell zum Thema Holzenergie jetzt zum Herunterladen
 
Energie aus Holz wird als Teil der erneuerbaren Energien politisch heiss und auch fordernd diskutiert: Wie viel kann der Wald als Energieträger zum Klimaschutz beitragen? Gibt es Grenzen und Nachteile für Holzenergie? Sind Waldbesitz und Gesellschaft bereit, mit Hilfe des Waldes das Klima zu retten?
Gründe genug, dass sich die Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF) mit den Vorzügen, Techniken und den Problemen von Energieholz beschäftigt.
Zum Thema Holzenergie hat die LWF  nun das Heft LWF aktuell Nr. 74 mit dem Titel:  “Holz: Energie großgeschrieben” komplett zum Herunterladen freigeschaltet.

Zu finden ist die Ausgabe Holzenergie unter
http://www.lwf.bayern.de/veroeffentlichungen/lwf-aktuell/74-holzenergie/index.php
 
Das Heft kann natürlich auch weiterhin als Druckausgabe bei der LWF bestellt werden (Schutzgebühr: 5 €).
 
 
06. Mai 2010
FD Schecklmann zu Aufgaben der Forstverwaltung im Spannungsfeld Wald und Wild
 
Mit einer Grundsatzrede anlässlich der Rehwild-Hegeschau der BJV-Kreisgruppe Sulzbach-Rosenberg hat unser Forstdirektor im AELF Amberg, Richard Schecklmann,  in einer hervorragenden und kurzen Zusammenschau über die Aufgaben der Forstverwaltung für den Wald und uns Waldbesitzer im Spannungsfeld Wald und Wild referiert. Der Grossteil der Zuhörer folgte ruhig den sachlichen Ausführungen. Leider wurde der  Vortrag am Ende mit vereinzelten Buhrufen quittiert. Dies ändert aber nichts an der Qualität des Vortrags wovon sich die Besucher unserer Homepage selbst überzeugen können. Der am 22. April 2010 gehaltene Vortrag kann als PDF-Datei herunter geladen werden: Downloads
Positiv anzumerken ist auf jeden Fall, dass die BJV-Vorsitzende der Kreisgruppe Sulzbach-Rosenberg, Frau Lore Kaiser, der Forstverwaltung überhaupt Raum zu diesem Vortrag geboten hat. Dass dies in den letzen Wochen nicht selbstverständlich war, haben andere BJV-Kreisgruppen gezeigt.
 
 
06. Mai 2010
Gutachten zum Wald-Wild-Konflikt
 
- Schalenwilddichten in weiten Teilen der Wälder immer noch viel zu hoch
- Risiken und Schäden werden unterschätzt
- Notwendiger Waldumbau wird behindert

Berlin, Bonn 05.05.2010: Überhöhte Schalenwildbestände führen in weiten Teilen der deutschen Wälder zu massiven Problemen; die eingetretenen Schäden sind nicht nur ökologisch bedenklich, sondern haben auch eine erhebliche ökonomische und damit finanzielle Dimension. Durch Wildverbiss werden die Anlage und der notwendige Umbau in naturnahe Mischwälder großflächig behindert. Dies sind wesentliche Ergebnisse eines aktuellen Gutachtens zum Wald-Wild-Konflikt, das heute in Berlin vom Bundesamt für Naturschutz (BfN), dem Deutschen Forstwirtschaftsrat (DFWR) und der Arbeitsgemeinschaft Naturgemäße Waldwirtschaft (ANW) der Presse vorgestellt wurde. Das Gutachten setzt sich auch kritisch mit den gesetzlichen Grundlagen auseinander, die in entscheidenden Punkten ergänzungsbedürftig sind. So werden die Einführung von verbindlich einzuhaltenden Mindestabschlussplänen unter Einbeziehung forstlicher Verjüngungsgutachten und eine Überarbeitung der Jagdzeiten einzelner Schalenwildarten unter Berücksichtigung wildbiologischer Erkenntnisse gefordert. Eine deutliche Reduktion, insbesondere der Rehwildbestände, ist dringend erforderlich ...
Mehr dazu unter folgender Adresse www.dfwr.de/download/PM-Wald-Wild-Konflikt-V5-BfN-DFWR-final.pdf
 
 
03. Mai 2010
Mit Weiserzäunen den Wildverbiss beurteilen
 
Die Diskussionen über die Notwendigkeit einer waldangepassten Jagd haben in den letzten Wochen hohe Wellen geschlagen. Manch mutiger Leserbrief wurde dabei von Waldbesitzern geschrieben. Nach wie vor ein Schwachpunkt des Vegetationsgutachtens ist die mangelnde Aussagekraft auf Revierebene. Viele Jagdgenossenschaften und Jagdpächter verstecken sich dahinter, engagierte Waldbesitzer haben ein Gefühl der Ohnmacht.
Damit wir in drei Jahren nicht wieder vor diesem Dilemma stehen, brauchen wir zum Vegetationsgutachten weitere Daten, den jagdlichen Erfolg oder auch Misserfolg vor Ort feststellen zu können. Ein einfaches Mittel, um zu erkennen und zu verdeutlichen, wie sich die Waldverjüngung vor Ort entwickelt und wie sie durch Schalenwildverbiss, andere Pflanzenfresser, die Wuchspotenziale des Standortes oder durch unterschiedliche Konkurrenzkraft der Pflanzen beeinflusst wird, sind Weiserflächen. Sie bestehen aus einer gezäunten Fläche - dem Weiserzaun - und einer benachbarten, ungeschützten Vergleichsfläche. Weiserflächen können dazu beitragen, die Diskussion zwischen Waldbesitzern, Jagdgenossenschaften und Jägern zu versachlichen.
Wer jetzt noch keine Weiserzäune zur Verfügung hat, kann das Verjüngungspotential auch anhand gezäunter Flächen abschätzen. Dazu aber sind mehr Informationen nötig, z.B. welche Bäume wurden gepflanzt, welche sind aus Naturverjüngung, wurde flächig ausgegrast und damit Naturverjüngungspflänzchen mit weggemäht ... etc.
 
Die LWF hat ein Merkblatt “Wildverbiss mit Weiserflächen beurteilen” veröffentlicht (www.lwf.bayern.de/veroeffentlichungen/lwf-merkblaetter/mb-25-weiserflaechen.pdf). Dieses Merkblatt dient als Hilfe, um Weiserflächen richtig anzulegen und die dort festgestellten Veränderungen interpretieren zu können. Unsere Revierleiter vom AELF Amberg beraten und helfen auch zu diesem Thema.
 
 
28. April 2010
PEFC-Standards für Deutschland

Waldwirtschaft nach PEFC ist nachhaltig und naturnah. Und Nachhaltigkeit – so wie es die Rio-Nachfolgekonferenzen in Helsinki und Lissabon definierten – fordert neben ökonomischem, auch ökologisches und soziales Handeln. Auch für die Waldwirtschaft in der WBV Sulzbach-Rosenberg gilt deshalb:

* Kahlschläge sind grundsätzlich zu unterlassen
* Statt Monokulturen werden Mischbestände aus standortgerechten Baumarten gefördert
* Pflanzenschutzmittel sind nur das wirklich letzte Mittel zur Rettung des Bestandes
* Forstmaschinen müssen ausgewiesene Gassen nutzen, um Bodenverdichtung so gering wie möglich zu halten
* Maschinen dürfen im Wald nur mit Bioölen betrieben werden
* Auch Dienstleister müssen über ein anerkanntes Zertifikat verfügen
* Totholz muss erhalten werden: zur Steigerung der Artenvielfalt und als Lebensraum
* Wildbestände sind zur Sicherung der Waldverjüngung anzupassen
* Düngung darf nicht zur Ertragssteigerung eingesetzt werden
* Der Wald muss frei von gentechnisch veränderten Organismen bleiben
 
Die PEFC-Standards für Deutschland als Leitlinie für nachhaltige Waldbewirtschaftung wurden neu überarbeitet. Sie sind ab dem 01.01.2011 gültig. Als PDF-Datei können Sie die neuen PEFC-Standards ansehen bzw. herunterladen. (Zur Downloadseite bitte hier klicken)
 
 
20. April 2010
Naturschutzkonzept der Bayerischen Staatsforsten
 
Der Staatswald ist nach dem Waldgesetz in vorbildlicher Weise zu bewirtschaften. Dabei hat er  vielfältige Funktionen und Aufgaben zu erfüllen und zu sichern. Ein wichtiges Thema dabei ist der Naturschutz im Wald.  Die Bayerischen Staatsforsten (BaySF) haben sich mit ihrem Naturschutzkonzept einen Rahmen gesetzt, den es nun umzusetzen gilt. Aufgrund der Vorbildfunktion des Staatsforstes und der Zertifizierung der Waldflächen unserer Mitglieder nach PEFC lohnt es sich auch für uns Waldbesitzer, das Naturschutzkonzept der BaySF einmal näher zu betrachten. Downloadmöglichkeit unter
 http://www.baysf.de/uploads/media/Naturschutzkonzept_Bayerische_Staatsforsten.pdf
 
 
30. März 2010
Frhr. v. u. z. Guttenberg zum Präsidenten der AGDW gewählt
 
Am 17. März 2010 wurde Philipp Freiherr von und zu Guttenberg zum neuen Präsidenten der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände e.V. (AGDW) gewählt.

„Die Ansprüche an den Wald werden in den kommenden Jahren weiter steigen, und die zu erwartenden standörtlichen Veränderungen zu weiteren Belastungen führen. Bei der Bewältigung dieser Aufgaben müssen die Waldbesitzer mit ihrer Erfahrung aus einer generationenübergreifenden Familienforstwirtschaft eine tragende Rolle spielen. Grundlage dafür bleibt auch weiterhin die unternehmerische Freiheit der Waldbesitzer, der Schutz des Eigentums und eine flächendeckende nachhaltige Forstwirtschaft." sagte zu Guttenberg im Anschluss an die Wahl.

Frhr. v. u. z. Guttenberg, 36 Jahre, lebt mit seiner Frau und den gemeinsamen drei Kindern am Chiemsee. Der studierte Forstwirt leitet zwei größere Forstbetriebe in Deutschland und in Österreich. Sechs Jahre lang vertrat er, u.a. als Obmann, den Interessenverband der steirischen Land & Forstbetriebe und war Funktionär der steirischen Landwirtschaftskammer. Seit zwei Jahren arbeitet er im Vorstand des Bayerischen Waldbesitzerverbandes mit. Frhr. v. u. z. Guttenberg ist Vizepräsident des Europäischen Waldbesitzerverbandes CEPF.
(Quelle: Bayerischer Waldbesitzerverband)
 
Sebastian Freiherr von Rotenhan hat an den neuen Präsidenten der AGDW einen interessanten Brief zur, momentan vom Jagdverband vehement geführten Auseinandersetzung zum Thema “Wald vor Wild” geschrieben, zu finden im Downloadbereich.
Nachdem der Jagdverband zur Zeit auch an den Grundfesten des Jagdrechts rüttelt, haben die Landesarbeitsgemeinschaft der Jagdgenossenschaften im BBV und der Bayerische Waldbesitzerverband zum Thema Abschussplanung eine gemeinsame Resolution verabschiedet. Abrufbar ebenfalls im Downloadbereich.
 
 
13. März 2010
Qualität von Forstpflanzen beurteilen
 
Die Frühjahrspflanzsaison hat teilweise schon begonnen. Nicht immer sind die erwünschten und standortsgerechten Baumarten in der Naturverjüngung vorhanden. Dies kann auch aus waldbaulichen Fehlern passieren oder jagdliche Ursachen haben. Dann bleibt dem Waldbesitzer in der Regel der Gang zur Forstbaumschule nicht erspart.
Der finanzielle Aufwand für künstliche Verjüngung ist immens und sollte deshalb sorgfältig geplant und ausgeführt werden. Tips zur Verjüngung von Waldbeständen geben die staatlichen Revierleiter.

Neben der richtigen Baumartenwahl und Pflanztechnik entscheidet natürlich auch die Frische und Qualität der Pflanzen über den Anwuchserfolg. Doch wie beurteile ich das Pflanzmaterial? Wertvolle Infos und vor allem Bilder zur Beurteilung der Pflanzenqualität sind unter www.ezg-forstpflanzen.de unter der Rubrik "Qualität-RL" zu finden.
 
 
22. Februar 2010
Herkunftsempfehlung über Google-Maps
 
Die Herkunftsempfehlungen für Bayern wurden im letzten Jahr vom Bayerischen Amt für forstliche Saat- und Pflanzenzucht aktualisiert. Die gültige Version ist im Internet unter www.forst.bayern.de/asp/ einzusehen. Sämtliche Übergangslösungen mit zeitlich befristeten Ersatzherkünften sind ausgelaufen! Nähere Informationen erhalten Sie beim zuständigen Revierleiter.
 
Die Förderung ist an die Einhaltung der Herkunftsempfehlungen gebunden. Darüber hinaus verlangt PEFC die Einhaltung durch alle zertifizierten Betriebe.
Als Arbeitshilfe hat unser Forstlicher Berater Thomas Groha auf Google-Maps eine interessante Karte erstellt, die die Abgrenzung der ökologischen Grundeinheiten im Landkreis darstellt und die Auswahl geeigneter Herkünfte erleichtert:
http://maps.google.de/maps/ms?client=firefox-a&hl=de&ie=UTF8&msa=0&msid=101195280059494120759.00047ff13b42170d716f3&t=h&z=10
Vermehrungsgut mit überprüfbarer Herkunft (sog. ZüF-Pflanzen) ist in Kürze verstärkt förderfähig. Die PEFC-Standards für Deutschland verpflichten unter Punkt 4 „Biologische Vielfalt in Ökosystemen“ in Absatz 4.4 ihre Mitglieder: „Es ist Saat- und Pflanzgut mit überprüfbarer Herkunft zu verwenden, soweit es für die jeweilige Herkunft am Markt ist.“ Mittlerweile ist für viele Baumarten und Sortimente entsprechendes Pflanzgut auf dem Markt verfügbar. Weitere Informationen gibt es unter http://www.zuef-forstpflanzen.de.
 
Hinweis: Mitglieder, die ihren Forstpflanzenbedarf selbst in den Baumschulen abholen, sollten den Waldboten mitnehmen und bei der Baumschule als Nachweis der Mitgliedschaft bei der WBV Sulzbach-Rosenberg vorlegen. Sie erhalten dann den WBV Rabatt.
 
 
01. Februar 2010
Kostenlose Aufforstungen
 
Ein Ing.-Büro sucht Grundstücke mit derzeit Acker- oder Grünlandnutzung für eine Aufforstung mit Laub- bzw. Mischwald. Die Flächen sind in Abstimmung mit der Naturschutzbehörde für Ausgleichsmaßnahmen zu verschiedenen Eingriffsprojekten vorgesehen.

Bevorzugt werden Eigentümer, die 2010 oder in den Folgejahren eine Aufforstung beabsichtigen oder in Erwägung ziehen. Die Anpflanzung würde nun ein Vorhabensträger übernehmen, der als Auflage eine Naturschutzmaßnahme durchführen muss. Hierfür können auch Teilflächen von Grundstücken in Frage kommen. 
Die Aufforstungsmaßnahme bzw. die anschließende Waldentwicklung soll insgesamt über einen Zeitraum von 20 - 25 Jahren begleitet werden.

Das betreffende Flurstück verbleibt im Besitz des Eigentümers. Deshalb ist auch sein Recht der waldbaulichen Nutzung gewahrt.

Übernommen werden folgende Kosten:
-   Pflanzmaterial
-   Schutz gegen Wildverbiss (ggf. Einzäunung)
-   Fertigstellungspflege
-   zwei- bis dreijährige Entwicklungspflege
-   Rückbau Wildschutzzaun, sofern relevant
-   etwaige Gebühren (z.B. Grundstücksvermessung)
 
Interessenten melden sich in der WBV-Geschäftsstelle.
 
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