Archiv 2012
Obere Gartenstr. 3
92237
Sulzbach-Rosenberg
 
Tel. 09661-876687
Fax 09661-8119755
Email
 info@wbv-sulzbach-rosenberg.de
 
Bürozeiten:
Montag bis Freitag
9.00-14.00 Uhr
oder nach Vereinbarung
 
21. Dezember 2012
LCC ist über die Feiertage geschlossen
 
Das LCC, in dem die WBV Sulzbach-Rosenberg ihre Geschäftsräume hat, ist vom 24.12.2012 bis 01.01.2013 geschlossen. WBV-Mitglieder müssen deshalb telefonisch mit dem Geschäftsführer Jörg Berendes (0171/6828359) oder Uwe Gmach (0179/6847393) Kontakt aufnehmen, wenn ein dringender Termin in der Geschäftsstelle vereinbart werden soll.
 
 
20. Dezember 2012
PEFC-Anforderungen an Brennholzselbstwerber
 
Ab 01.01.2013: Private Selbstwerber nur noch mit Motorsägenschein, Bio-Öl und Sonderkraftstoffen
 
Mit Jahresbeginn treten gleich drei PEFC-Standards, die sich auf private Selbstwerber beziehen in Kraft:
 
Private Selbstwerber weisen ab 2013
• (per Selbsterklärung) die Verwendung von biologisch schnell abbaubaren Kettenhaftölen (Nr. 5.5c) sowie von Sonderkraftstoffen (Nr. 6.5) nach;
• die Teilnahme an einem qualifizierten Motorsägenlehrgang, der den Anforderungen der Versicherungsträger entspricht, nach (Nr. 6.2).
 
Auf seiner letzten Sitzung am 28.11.2012 in Köln stellte der Deutsche Forst-Zertifizierungsrat (DFZR) klar, dass die Teilnahme an einem Motorsägenkurs durch eine entsprechende Urkunde zu belegen ist, auf der die Kursinhalte aufgeführt sind und die von einem qualifizierten Ausbilder (Forstwirtschaftsmeister, Forsttechniker, Forstwirt mit Ausbilderschein unterschrieben wurde.
 
Die WBV Sulzbach-Rosenberg erfüllt diese Standards bei ihren Motorsägenkursen schon seit dem ersten Kurs. Der nächste Kurs startet voraussichtlich Ende Februar 2013. Anmeldungen sind jederzeit und ab sofort in der Geschäftsstelle (am Besten per Mail) möglich.
 
 
17. Dezember 2012
Schneebruchschäden aufnehmen - Zäune kontrollieren
 
Das Thema Schneebruch beschäftigt die Waldbesitzervereinigung Sulzbach-Rosenberg mittlerweile schon eine ganze Weile. Nennenswerte Schäden sind bislang nur kleinräumig aufgetreten. Die Hauptschäden im WBV-Gebiet befinden sich vor allem in der Höhenlage ab 500 m. Der Eisregen vom vergangenen Samstag hat zum Glück weniger als befürchtet zur Schadholzmenge beigetragen. In den betroffenen Waldgebieten sind hauptsächlich Stammbrüche in Kiefernbeständen zu verzeichnen und hier wiederum i. d. R. bei schwächeren Unter- und Zwischenständern.IMGP8327_klein
Nachdem die Schneelast von den Bäumen gerutscht ist, können die Wälder wieder begangen werden. Auf, an der “letzten Faser” hängende Gipfel muss aber weiterhin geachtet werden! Die Waldbesitzer werden dringend gebeten, die durch umgestürzte Bäume blockierten Forstwege frei zu sägen (siehe Bild links) um die Erschließungswirkung zu gewährleisten.

Jetzt gilt es für Waldbesitzer, sich einen groben Überblick über die Schäden in ihrem Wald zu verschaffen. Auch sind häufig die Verbißschutzzäune beschädigt, so dass momentan viele Kulturen ungeschützt sind.

Betroffene Waldbesitzer, die Unterstützung bei der Schadholzaufarbeitung benötigen, sollten sich unbedingt so schnell wie möglich zwecks Vorplanung mit dem staatlichen Revierleiter und dem  WBV-Geschäftsführer in Verbindung setzen.

Bislang noch nicht reagiert hat der Holzmarkt. Dazu ist die bisher bekannte Menge am Schneebruch bedingten Holzeinschlag zu gering. Mit Bruchholz und oft schwächeren Durchmessern beim Schneebruchholz wird ein nicht unbeträchtlicher Anteil außerdem ins Brennholz fließen.

Viele Säger suchen nach wie vor dringend Sägeholz und sind sehr aufnahmefähig. Generell empfiehlt die WBV aber trotzdem den Waldbesitzern, sobald es die Witterung zulässt, ihren Einschlag zügig durchzuführen und den Holzmarkt kontinuierlich zu beliefern. Das alljährliche Überangebot an Holz aus dem Privatwald im Spätwinter führt bekanntlich regelmäßig zu Abfuhrverzögerungen. (
Bild Berendes)
 
 
10. Dezember 2012
Schneebruchschäden der Geschäftsstelle melden
 
Die Schneebruchgefahr ist nach wie vor akut. Mancherorts ist das Betreten der Wälder noch nicht anzuraten. Wer aber trotzdem jetzt schon eine erste Mengenschätzung über den Umfang an Schneebruchschäden in seinem Wald hat, sollte sich mit dem zuständigen WBV-Geschäfstführer in Verbindung setzen (Festnetz Büro 09661/876687 oder mobil Jörg Berendes 0171/6828359 für Poppenricht, Sulzbach-Rosenberg, Neukirchen, Weigendorf, Etzelwang, Hirschbach, Königstein und Edelsfeld. Uwe Gmach 0179/6847973 für Auerbach, Vilseck, Gebenbach und Hahnbach).
 
Die Waldbesitzer werden außerdem dringend gebeten - sobald es die Gefahrenlage zuläßt - die unpassierbar gewordenen Waldwege frei zu sägen.
 
 
10. Dezember 2012
Verpackungsholz mit geänderten Abmessungen
 
Die Geschäftstelle der WBV Sulzbach-Rosenberg weist aus gegebenem Anlass darauf hin, dass sich die Aushaltungskriterien beim 3,60er Verpackungsholz seit dem letzten Infobrief geändert haben. Der Mindestzopf beträgt jetzt 15 cm o.R. und am Stock ist bei  55 cm die Grenze erreicht. Die gleichen Stärkeangaben gelten ab sofort auch für die, beim 3,60er Verpackungsholz mitgehenden 5,0m-Fichtenabschnitte.
Wer Holz machen möchte sollte sich unbedingt vorher mit den WBV-Geschäftsführern Berendes und Gmach in Verbindung setzen. Dies dient auch der Rückversicherung, ob das gewünschte Sortiment noch aktuell ist. Eine Auswahl der gängigsten Sortimente finden Sie immer aktuell auf unserer Homepage im Verzeichnis Holz unter Sortimente.
 
 
07. Dezember 2012
Verbotene Holzspalter
 
Wie uns die Land- und Forstwirtschaftliche Berufsgenossenschaft mitgeteilt hat, werden bei Besichtigungen durch die Berufsgenossenschaft immer noch häufig Holzspalter mit Fußschaltung auf landwirtschaftlichen Betrieben angetroffen. In diesem Fall wird der weitere Betrieb des Spalters untersagt. Diese Spalter sind bereits seit 1997 verboten. Die Maschine ist zu zerlegen, oder eine Verschrottungsbescheinigung muss vorgelegt werden.
Sollten mit nicht vorschriftsmäßigen Holzspaltern Unfälle passieren, haftet der Betreiber für den körperlichen Schaden. Solche können so richtig teuer werden, wenn Amputationsverletzungen die Folge sind.
Bitte entfernen Sie solche gefährlichen Geräte aus Ihren Betrieb!
 
 
30. November 2012
Wälder auf Schneebruchschäden kontrollieren
 
Nun treffen erste Meldungen über Schneebruchschäden in der WBV-Geschäftsstelle ein. Schäden gibt es vor Allem in den Höhenlagen über 500 m. Die Mitglieder werden gebeten, ihre Wälder auf Schäden hin zu überprüfen und der WBV mögliche Schneebruchmengen mitzuteilen. Beim Betreten der Wälder muss aber unbedingt die Gefährdungslage beachtet werden! Notfalls muss der Begang verschoben werden bis der Schnee von den Kronen gefallen ist. Dann sind die Forststraßen zügig frei zu sägen.
 
 
29. November 2012Kie mit Schnee_klein
Schnee als Lehrmeister
 
Es hat zwar noch nicht viel geschneit, aber die Menge von heute war jedenfalls sehr nass und damit schwer. Viele Bäume neigen sich bedenklich. Erste Kronenbrüche bei Kiefern sind bereits erfolgt. Die Situation ist aber bei Weitem noch nicht dramatisch.
 
An Waldbau interessierte Waldbesitzer sollten aber jetzt trotzdem ihren Wald inspizieren. Der Schnee auf den Kronen zeigt uns jetzt deutlich, welcher Baum keine ausreichende Eigenstabilität besitzt und im Rahmen einer Durchforstung entnommen werden sollte.

Beim Waldbegang zwischen Wickenricht und Boden am morgigen Freitag, den 30.11.2012 um 14.00 Uhr wird selbstverständlich - sofern der Schnee bis dahin auf den Kronen liegen bleibt - auf den natürlichen Waldbaulehrmeister, den Schnee, eingegangen werden.
 
Im Bild recht deutlich zu sehen sind die durch Schnee gebogenen Kiefern ohne ausreichende Eigenstabilität. (Bild Berendes)
 
 
22. November 2012
Waldbegang zum Thema: Waldpflege mit Harvester – Waldzustand nach 14 Jahren
 
Wie hat sich der Wald zwischenzeitlich entwickelt, der vor fast 14 Jahren als landkreisweit erstes Gemeinschaftsprojekt mit einem Harvester Besitz übergreifend durchforstet wurde. Wenn in diesem Zusammenhang die Ortschaft Wickenricht genannt wird, fallen manchem Waldbesitzer wieder unschöne Bilder ein. In der Erinnerung tauchen Bilder von kaputt gefahrenen Rückegassen und „geplünderten“ Wäldern auf.
Bei diesem Waldbegang möchten wir vorstellen, was aus dem damaligen Horrorszenario geworden ist und wie sich die Waldbestände jetzt im direkten Vergleich zu den seit damals undurchforstet gebliebenen Wäldern entwickelt haben. In den Vergleich mit einbezogen wird auch ein, im letzten Herbst (2011) durchforsteter Bestand.
Zu all dem gibt es viele Zahlen zu Durchforstungsmengen, Sortimenten und letztendlich zur Wirtschaftlichkeit der jeweils durchgeführten Maßnahmen. Auch diese Veranstaltung wird durch das Forstrevier Hahnbach (AELF Amberg) mit Revierleiter Stefan Binner fachlich und kompetent gestärkt und unterstützt.
Eingeladen sind alle interessierte Waldbesitzer, insbesondere aber diejenigen, die vor 14 Jahren die “Manöverschäden” gesehen haben. Treffpunkt ist am Freitag, den 30. November um 14:00 Uhr am Waldrand zwischen Boden und Wickenricht.
 
 
19. November 2012
2. Schulung Erschließungsplanung und Waldpflege im Hang
 
Die Waldbesitzervereinigung Sulzbach-Rosenberg w. V. bietet für interessierte Waldbesitzer den zweiten Teil der Informationveranstaltung zum Thema “Erschließungsplanung und Waldpflege im steileren Gelände” an.
 
Nun wird die Umsetzung der, beim Waldbegang im September mit den Teilnehmern der 1. Veranstaltung ausgearbeiteten Planung anhand Zahlen (Wirtschaftlichkeit) und dem sichtbaren Ergebnis vorgestellt. Mit von der Partie ist der staatliche Revierleiter Rainer Zapf, der seinen Kollegen Volker Binner vertritt. Eingeladen sind auch Waldbesitzer, die am ersten Termin nicht teilnehmen konnten.
Treffpunkt ist am Freitag, den 23. November um 14:00 Uhr am Röthelberg, auf halber Strecke von Lehendorf nach Neutras.
Weitere Informationen gibt es bei WBV-Geschäftsführer Jörg Berendes unter der Mobilnummer 0171/6828359.
 
 
12. November 2012
Aktueller Holzmarkt
 
Die Holz verarbeitende Industrie stand auch im dritten Quartal 2012 unter Druck. Die leicht gefallenen, aber im deutschlandweitem Vergleich noch immer sehr hohe Rohholzpreise in Bayern, stehen einer teilweise schwierigen Lage vor allem bei Standardsortimenten am Schnittholzmarkt gegenüber... Lesen Sie hier weiter!
 
 
08. Oktober 2012
Lärchenstangen für Scherenzaun zu verkaufen
 
Ein WBV-Mitglied bietet an: Lärchenstangen, geschlitzt, bereits passend für Stützenzaun auf 1,60m und 2,20m abgelängt. Günstig abzugeben.
Weitere Informationen gibt es bei WBV-Geschäftsführer Jörg Berendes unter der Mobilnummer 0171/6828359.
 
 
31. August 2012
Aktueller Holzmarkt
 
Experten aus der Wirtschaft gehen davon aus, dass die Weltwirtschaft weiterhin nur mäßig wächst. Hauptverantwortlich hierfür sind eine Verlangsamung des Wachstums vor allem in asiatischen Ländern (.... auf der ganzen Welt...) und eine allgemein schwache Entwicklung im Euro Raum... Lesen Sie hier weiter!
 
 
17. August 2012
Brennholznachfrage und -preise
 
Bei den aktuellen Heizölpreisen zwischen 95 Cent bis 1,- €/Liter ist die Nachfrage nach Brennholz konstant lebhaft. Brennholzkäufer sollten deshalb nicht lange zögern, sich um ihren Brennholzvorrat zu kümmern. Viele Waldbesitzer haben Mühe, den Bedarf ihrer Stammkundschaft zu befriedigen. Die Holzmengen, die alternativ für die Spanplattenproduktion bereitgestellt werden, gehen deutlich zurück. Auch aus diesem Grund hält sich der Industrieholzpreis weitgehend unverändert auf hohem Niveau.
Ofenfertiges Nadelbrennholz ist kaum mehr unter 53,- pro Ster zu haben. Für Buche muss mit mindestens 83,- € gerechnet werden. Hinzu kommen Aufschläge für einen eventuellen Transport frei Haus.
 
Angesichts der Brennholzpreise empfiehlt die WBV trotzdem, das im Rahmen einer Waldpflege anfallende Holz gezielt auszuwerten und nach wie vor Sortimente mit höherer Wertschöpfung auszuhalten. Eine Auswahl der Möglichkeiten gibt`s unter Sortimente. Selbst als Palettenholz liegt der Holzerlös deutlich über dem Brennholzpreis bei entsprechend weniger Arbeit (spalten, aufschlichten, abdecken, sägen). Brennholz ist und bleibt “der Rest vom Schützenfest”!
 
 
14. August 2012
Holzpreise vor 10 Jahren
 
Um sich über die eigene forstbetriebliche Lage bewusst zu werden, ist ein Blick zurück in die Vergangenheit manchmal sehr lehrreich. So war der Holzmarkt vor 10 Jahren geprägt von den Nachwehen des Orkans “Lothar”. Hölzer kamen auch aus den, nach dem Orkan angelegten Nasslagern und die Säger spekulierten auf frisches Borkenkäferholz (das dann doch nicht kam). Das Interesse an frischer Fichte war relativ hoch zu Preisen zwischen 60 und 65 €/fm. Kiefer war kaum absetzbar und wenn, dann zu Preisen zwischen 42 und 45 €/fm. Die genannten Preise gelten jeweils für Frischholz Güte B der Stärkeklasse L2b (Leitsortiment).
 
Die momentanen Preise liegen grob gesehen etwa 30,- € darüber. Die Einschlagskosten haben sich seit 10 Jahren weitgehend auf gleicher Höhe gehalten.
 
 
07. August 2012
50% Gebührenreduzierung für Katasterneuvermessung im Wald
 
Ein klarer Grenzverlauf im Wald erleichtert nicht nur die Bewirtschaftung, sondern beugt auch unangenehme Nachbarschaftsstreitigkeiten vor. Das „Graberl“ oder „des Rangerl“ können durchaus „daneben“ liegen.
Nun kann die Vermessungsverwaltung mit einer Gebührenreduzierung von 50 % bei Katasterneuvermessungen im Wald unter bestimmten Bedingungen aufwarten.

Nach Auskunft des Staatsministeriums der Finanzen bestehen folgende Voraussetzungen für eine Katasterneuvermessung im Wald:

1. Das Bearbeitungsgebiet für Katasterneuvermessungen in Waldgebieten muss zusammenhängend mindestens eine Größe von 20 ha umfassen.
2. Die forstwirtschaftliche Nutzung muss überwiegen. Als Genehmigungsvoraussetzung muss das Bearbeitungsgebiet mindestens zu 75 % aus Waldflächen bestehen. Bau- und Bauerwartungsland (sofern in den Bauleitplänen dargestellt) dürfen mit diesen Vorgaben nicht bearbeitet werden.
3. Alle Grenzen im Bearbeitungsgebiet sind ausnahmslos zu überprüfen und ggf. abzumarken.
4. Ein öffentliches Interesse in forstwirtschaftlich genutzten Gebieten muss gegeben sein (z. B. beabsichtigter Waldwegebau zur Erschließung der Wälder und Erzeugung des nachwachsenden Energierohstoffs Holz als Beitrag zur Energiewende).
5. Als Antragsteller für Katasterneuvermessungen kommen ausschließlich Kommunen sowie im forstlichen Bereich tätige Verbände in Frage.
6. Die Vermessungsämter erstellen für jede Katasterneuvermessung in Waldgebieten einen Arbeitsplan, der vor Unterzeichnung durch die Vertragspartner der zuständigen Regionalabteilung zur Genehmigung vorzulegen ist.

Die Gebühren für eine Katasterneuvermessung im Wald berechnen sich nach Anzahl der Grenzpunkte:
für den 1. Grenzpunkt 260 €,
für den 2. bis 30. Grenzpunkt je 85 €,
für den 31. bis 100. Grenzpunkt je 70 €,
für alle weiteren Grenzpunkte je 60 €.

Diese Gebühren können nun unter den oben genannten Voraussetzungen um 50% reduziert werden.

Bei Interesse stehen die Vermessungsämter als fachkundige Ansprechpartner zur Verfügung.
 
 
02. Juli 2012
Nach Gewitter Wald kontrollieren
 
Die Gewitter der vergangenen Tage und Nächte waren zum Teil mit äusserst kräftigen Sturmböen verbunden. Nachdem zur Zeit auch Borkenkäfer “Patrouille” fliegen, werden die Waldbesitzer gebeten ihre Fichtenwälder auf Schäden zu kontrollieren. Am wahrscheinlichsten könnten Einzelwürfe oder Einzelbrüche zu erwarten sein. Diese müssen sich aber nicht unbedingt nur auf die bisher bekannten, durch Nässe oder Wechselfeuchte gefährdeten Standorte beschränken. Außerdem können auch Schäden durch Blitzschlag überall auftreten.
Werden diese Schäden nicht innerhalb der kommenden vier Wochen aufgearbeitet, können sich diese Einzelbäume zum Ausgangspunkt für ein ganzes Borkenkäfernest mit der 20-fachen Schadholzmenge entwickeln.
 
 
02. Juli 2012
Der Holzmarkt in Deutschland zu Beginn des III. Quartals 2012
 
Wie das Holzjournal meldet, zeigen sich die Akteure des Holzmarktes zu Beginn des dritten Quartals abwartend... Lesen Sie hier weiter!
 
 
20. April 2012
Die Holzabfuhr im Frühjahr
 
Jedes Jahr stellt sich im Frühjahr ein leidiges Problem ein - die Holzabfuhr. Bei der von allen Beteiligten gewünschten zügigen Holzabfuhr kommt es regelmässig zu Engpässen bei der Transport- und Sägewerkskapazität, wenn im Februar und März innerhalb kurzer Zeit große Holzmengen abfuhrbereit gestellten werden. Deutlich treten dann auch die Mängel im Privatwald mit unzureichender Walderschließung und fehlenden Holzlagermöglichkeiten zu Tage. Wenn dann Waldbesitzer auf bevorzugte Holzabfuhr bestehen, bedeutet das im Umkehrschluss, dass dafür andere Waldbesitzer benachteiligt werden müssen.

Besonderer Ärger steht aber ins Haus, wenn das Holz auf landwirtschaftlich genutzten Flächen lagert. Häufig angeführtes Argument für eine vordringliche Holzabfuhr ist der, in dieser Zeit anlaufende Mehrfachantrag am Landwirtschaftsamt.
Dazu folgende grundlegende Bemerkungen. Es ist kein Problem zur Antragstellung Teilflächen als vorübergehend nicht landwirtschaftlich genutzt mit 990 zu codieren. Die Flächeneinheiten für die Nutzungsänderung gehen in 100-qm-Schritten, da die Flächenerfassung in Hektar nur mit zwei Stellen nach dem Komma ausgewiesen wird. Auch nachträglich ist dies problemlos möglich. Dazu reicht die formlose, schriftliche Nachmeldung per Post oder Fax an das AELF Amberg mit folgendem Inhalt (als Beispiel)
„Auf Feldstück XY wegen Holzlager bitte Nutzung ändern von 1,00 Hektar Wiese auf 0,99 Hektar Wiese und 0,01 Hektar vorübergehend nicht LF (Code 990), Datum, Unterschrift”.
Fertig.
Was entgeht dem Landwirt auf 100 qm Holzlagerplatz an Fördermitteln? Folgende Zahlen gelten für einen durchschnittlichen Beispielsbetrieb im WBV-Gebiet.
Betriebsprämie Durchschnitt für 100 qm     2,50 – 3,50 €
Ausgleichszulage Acker für 100 qm            0,50 €
oder Ausgleichszulage Wiese für 100 qm    1,00 €
evtl. Kulap für 100 qm                             0,50 – 3,00 €

Hinzu kommt der Ernteausfall je nach Frucht. Bei der allgemeinen Ertragslage in der Landwirtschaft hält sich der geldwerte Nachteil aber in äußerst bescheiden Grenzen.

Dass der Landwirt seine Bereitschaft, das Holz des Nachbarn auf seiner Wiese oder dem Acker lagern zu lassen, entschädigt bekommt, sollte natürlich eine unaufgeforderte Selbstverständlichkeit des Waldbesitzers sein. Angesichts der dabei zu kalkulierenden Beträge stellt dies aber auch keine „unüberwindliche Hürde“ dar.
Also: offen und ehrlich miteinander umgehen – mit `m Reden kommen die Leute zusammen!
 
 
06. Februar 2012
Pressemitteilung von den Bayer. Staatsforsten zu Greenpeace-Aktion “Buchenwälder”
 
Auch die Bayerischen Staatsforsten (BaySF) haben auf die Vorwürfe von Greenpeace mit einer lesenswerten Presseerklärung (zum Öffnen bitte klicken) reagiert. Des Weiteren widerlegen die  BaySF die Greenpeace-Vorwürfe mit einer fundierten Datengrundlage zur Situation der Buche im  Staatswald (zum Herunterladen ebenfalls klicken).
Leider ist es gerade beim Thema Wald en vogue, Stimmung gegen eine multifunktionale und naturnahe  Waldwirtschaft zu machen. Zum Thema Wald ist ja jeder “Experte”, der schon einmal zwei Ster Brennholz gemacht hat oder ab und zu im Wald spazieren geht und vielleicht auch noch eine Tanne erkennt. Mit dumpfen Vorurteilen Ängste beim Bürger zu schüren ist halt einfacher, als sich ernsthaft fachkundig zu machen.
Die WBV Sulzbach-Rosenberg wird auch dieses Jahr wieder Waldbegänge, Schulungen und Infoveranstaltungen zusammen mit der Forstverwaltung zur Thematik “Naturnahe Waldwirtschaft” anbieten.
 
 
02. Februar 2012
WBV Sulzbach-Rosenberg beteiligt sich am “Regionalen Waldbesitzertag Oberpfalz”
 
Das erfolgreiche Konzept der regionalen Waldbesitzertage in Bayern wird auch 2012 fortgeführt. Am Sonntag, den 23. September 2012 ermöglicht der „Waldtag Oberpfalz“ in Amberg den direkten Kontakt zwischen Waldbesitzern, dem veranstaltenden Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, den Forstlichen Zusammenschlüssen, Forstdienstleistern und –anbietern und nicht zuletzt der Bevölkerung. Dazu präsentieren sich Behörden, Organisationen, Vereine und Initiativen, die in engem Bezug zu Wald, Holz und Natur stehen. Ausstellungsort ist der zentral gelegene und attraktive Campus der Hochschule für angewandte Wissenschaften am Kaiser-Wilhelm-Ring, sowie die nördlich angrenzenden Flächen (Großmaschinenschau) und die Grünanlage vor dem Dienstsitz der Forstverwaltung (Seilgarten, Baumkletterer etc.). Ein attraktives Rahmenprogramm, auch für Kinder, soll nicht nur die Fachbesucher, sondern auch die gesamte Bevölkerung anlocken. Familien können den kostenlosen Messebesuch auch auf der Amberger Herbstdult ausklingen lassen.

Die inzwischen schon legendären Waldbesitzertage finden dort statt, wo auch kleinere Waldbesitzer leicht Kontakte zu den wichtigen Ansprechpartnern in der Forstbewirtschaftung knüpfen können: direkt vor der eigenen Haustüre. "Für alle Seiten ist dieser Kontakt erfolgversprechend", ist sich Forstbereichsleiter Richard Schecklmann sicher. "Denn die Waldbesitzer werden feststellen, dass sie auf dem Waldtag wertvolle Anregungen für die Bewirtschaftung und Pflege ihrer Wälder erhalten und gleichzeitig stabile Geschäftsbeziehungen aufbauen können. Über den starken Partner Berufsgenossenschaft wird die Forstverwaltung alle Waldbesitzer unserer Region anschreiben und direkt einladen."

"In Amberg ist unser Ziel, die Waldeigentümer für die Forstwirtschaft, Holznutzung und die Forsttechnik zu sensibilisieren und die Bevölkerung für den Holzbau und eine verstärkte Holznutzung zu begeistern" sagt Thomas Groha als örtlicher Koordinator der Bayerischen Forstverwaltung. Waldtag versteht sich als regionale Infobörse, die jedem offen steht, der sich mit dem Rohstoff Holz beschäftigt. Das beginnt bei den Waldbesitzern und endet beim Bauherrn. Die gesamte Wertschöpfungskette Holz ist angesprochen und das Konzept hat sich seit 2008 mit 17 Veranstaltungen und weit über 100.000 Besuchern als äußerst erfolgreich erwiesen.

Der „Waldtag Oberpfalz“ soll auch den Entscheidungsträgern in Städten und Gemeinden Informationen bieten. Neben den privaten Waldbesitzern gehören auch die Städte, wie z.B. Amberg, und Gemeinden mit einem Flächenanteil von 10 % zu den großen Waldbesitzern Bayerns. Doch sie sind nicht nur als Waldbesitzer gefordert. Häufig liegt es an den Kommunalvertretern, in wieweit Holz eine Zukunft hat. Denn die Kommunen entscheiden im Rahmen ihres Selbstverwaltungsrechts über z.B. Energieversorgung (Biomasse oder anderes), über den Dorf- und Städtebau der Zukunft (innovative Holzarchitekturen oder Beton) und damit indirekt darüber, wie viele Arbeitsplätze die Forstwirtschaft und die holzverarbeitenden Unternehmen bieten können.

Bereits seit Jahresbeginn laufen die Vorbereitungen zum "Waldtag Oberpfalz". Um eine breitgefächerte Leistungsschau rund um Wald und Holz zusammenzustellen, wurden Anfang Februar zahlreiche Organisationen und Firmen um Mitwirkung gebeten. Darüber hinaus können sich interessierte Aussteller und Sponsoren beim Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Amberg, Maxallee 1, 92224 Amberg melden.

Thomas Groha, Forstlicher Berater und Koordinator Waldtag Oberpfalz

 
 
02. Februar 2012
Pressemitteilung vom Bayer. Waldbesitzerverband zu Greenpeace-Aktion “Buchenwälder”
 
Mit einer Protestaktion will Greenpeace über 140-jährige Buchenwälder unter Schutz stellen und die Waldbesitzer für die Schaffung dieser Wälder bestrafen. Bayerns Waldbesitzer haben in jahrzehntelanger, verantwortungsvoller Pflege Buchenwälder geschaffen, die heute zu den wertvollsten in Europa zählen. Generationen von privaten und kommunalen Waldbesitzern sowie der Freistaat Bayern haben bewiesen, dass sie der großen gesellschaftlichen Verantwortung hinsichtlich ihrer Wälder gerecht geworden sind. Der von Greenpeace geforderte Einschlagsstopp in älteren Buchenwäldern und das Ziel, die Wälder vor Ihren Eigentümern „retten“ zu wollen, ist anmaßend, ignorant und haltlos.
Urwälder gibt es in Deutschland schon lange nicht mehr. Alle unsere Wälder sind durch die Pflege und Bewirtschaftung von Waldbesitzern und Förstern geschaffen und für die kommenden Generationen erhalten worden. Das gilt auch für die bayerischen Buchenwälder, die Greenpeace als schützenswert und von der Vernichtung bedroht sieht.
Die heimische Forstwirtschaft, die weltweit als vorbildlich anerkannt wird, hat es geschafft, in einem dicht besiedelten Land mit riesigem Verkehrsnetz, mit gewaltigem Energiebedarf, durch nachhaltige Bewirtschaftung den Wald zu vermehren. Förster und Waldbesitzer versuchen, ohne Bevormundung durch selbsternannte Naturschützer, den Wald für die drohenden Klimaänderungen umzugestalten. Ein Nutzungsverbot für alte Buchen- oder Laubwälder hilft hier nicht weiter. Es führt eher dazu, dass alte  Bäume vor Erreichen der Unterschutzstellungsgrenze abgesägt werden. Es würde auch dazu führen, dass private und kommunale Waldbesitzer keine Eichen und Buchen mehr pflanzen, weil sie damit rechnen müssen, dass sie die Bestände, die sie über drei bis vier Menschengenerationen ohne Profit und Gewinne nach der Pflanzung pflegen müssen, ab einem bestimmten Alter nicht mehr ernten dürfen.  Das ganze wäre kontraproduktiv und würde die bisherige positive Entwicklung stoppen.

Klimaschutz nur mit nachhaltiger Waldbewirtschaftung
Greenpeace glaubt mit dieser Aktion das Klima zu retten. Dabei ist wissenschaftlich nachgewiesen, dass nur nachhaltig bewirtschaftete Wälder dem Klimaschutz wirklich helfen. Sie sind nicht nur CO2-neutral, sondern können große Mengen des klimaschädlichen Treibhausgases speichern. Gleichzeitig sind sie viel besser an den Klimawandel angepasst. 

Waldbesitzer zerstören nicht, was sie und ihre Vorfahren aufgebaut haben
Wenn es nach Greenpeace ginge, sollen Waldbesitzer Opfer des eigenen Nachhaltigkeitsbestrebens und für eine seit Generationen verantwortungsvolle Waldbewirtschaftung bestraft werden. Waldbesitzer zerstören ihre Lebensgrundlage nicht. Ganz im Gegenteil, das von der Forstwirtschaft erfundene Prinzip der Nachhaltigkeit ist ihnen heilig. Dies zeigt auch die Bundeswaldinventur II, 2002: In Bayern gibt es einen Vorratsanstieg über alle Baumarten in Höhe von knapp 23%, bei der Buche sogar von 48%. Bei den Eichen und Buchen ist der Anteil von Beständen, die älter als 140 Jahre sind, sogar um fast 30 % angewachsen. Darüber hinaus setzen viele Waldbauern in Zeiten des Klimawandels vermehrt auf die Buche.

Greenpeace-Aktion entbehrt jeglicher Tatsachen
Die von Greenpeace befeuerte Buchen-Diskussion entbehrt jeglicher Tatsachen. Den Bürgern in Deutschland die Verhältnisse in Amazonien als vorbildlich zu präsentieren ist geradezu absurd, nur, weil man dort in einem extrem dünn besiedelten Gebiet auf dem Papier 30% des Waldes unter Schutz stellt. Gleichzeitig werden dort tagtäglich Ureinwohner aus ihrem angestammten Lebensraum vertrieben und ihr Wald zerstört. Jährlich wird dort eine Waldfläche von der Größe der Bundesrepublik zerstört.

Anscheinend ist Greenpeace weniger an tatsächlichen Fakten zum (Buchen-)Wald interessiert als an einer spendenbefeuernden Meinungsmache. „Der Wald befindet sich in Bayern in guten Händen. Unsere vielen wertvollen Waldbestände sind dafür der beste Beweis. Selbsternannte Retter, die anscheinend in erster Linie an Aufmerksamkeit und Meinungsmache und weniger an den Fakten interessiert sind, kann der Wald in Bayern gut verzichten“, so Sepp Spann, Präsident des Bayerischen Waldbesitzerverbandes.
Gleichzeitig setzt Spann auf den gesunden Menschenverstand: „Die Bevölkerung sollte selbst entscheiden, ob sie weiterhin unsere vielfältigen Wälder nutzen möchte oder auf zukunftsfähige Wälder, die auch weiterhin alle Funktionen erfüllen können, verzichtet und die Zerstörung in den Tropen und borealen Zonen unterstützen möchte.“
 
 
9. Januar 2012
Auch ”Ulli und Andrea” ohne Schäden im Gebiet der WBV Sulzbach-Rosenberg
 
Auch die beiden Orkane “Ulli und Andrea”, die vergangene Woche über uns hinweggefegt sind, haben wie “Joachim” kaum Spuren hinterlassen.
Die Holzabfuhr startet nach der Weihnachtspause wieder. Durch aufgeweichte, nasse Böden werden momentan allgemein nur geringe  Holzmengen bereitgestellt. Eine Frostperiode ist nicht in Aussicht. Dadurch dürfte die zur Zeit recht flotte Holzabfuhr weiterhin sichergestellt sein.
 
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