Archiv 2013
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21. November 2013
Jahreshauptversammlung am 22.11.13 um 19:30 Uhr in Kauerhof
 
Die Mitglieder der Waldbesitzervereinigung Sulzbach-Rosenberg w.V. treffen sich zur Jahreshauptversammlung am                Freitag, den 22. November 2013 um 19:30 Uhr im Gasthaus „Wulfen“ in Kauerhof.
Die Tagesordnung sieht folgende Punkte vor:
1)            Begrüßung
2)            Bericht des 1. Vorsitzenden Harald Pilhofer
3)            Bericht der Geschäftsführer Jörg Berendes und Uwe Gmach
4)            Kassenbericht von Hubert Irlbacher, Berata
5)            Bericht der Kassenprüfer und Entlastung der Vorstandschaft
6)            Hauptreferat von Josef Ziegler, 1. Vorsitzender der Forstwirtschaftliche Vereinigung Oberpfalz:
„Die Wertschöpfung aus dem Wald erhalten – Neue Herausforderungen für die Waldeigentümer“
7)            Grußworte
8)            Wünsche und Anträge

Die Vorstandschaft der WBV hofft auf zahlreiches erscheinen.
 
 
18. September 2013
Schadholzaufarbeitung  - Informationsveranstaltungen zur Bewältigung der Sturmschäden
 
Nachdem die Bewältigung der Sturmschäden im Wald momentan durch die anhaltenden Regenfälle erheblich erschwert wird, ist die Aufarbeitung und vor Allem das Holzrücken mit der Holzabfuhr ins Stocken geraten.
Um die Holzabfuhr im Gemeindeholz nördlich von Sigras zu erleichtern bzw. die Funktionsfähigkeit der Forststraße zu erhalten haben die Gemeinde Edelsfeld und die WBV erste Schwachstellen im Weg mit dem Einbau von Schroppen stabilisiert, zwei Wendemöglichkeiten für LKW geschaffen sowie Humus und Schlamm auf gesamter Länge abziehen lassen.
Trotz der witterungsbedingten Schwierigkeiten aber wird am Plan festgehalten, alle größeren Sturmwurfflächen noch bis Oktober räumen zu können. 
Viele Waldbesitzer stellen sich bereits jetzt die Frage: "Schadholz aufgearbeitet - wie geht es in meinem Wald jetzt weiter?" Zu diesem Thema lädt das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Amberg (AELF) alle vom Sturmwurf betroffenen Waldbesitzer zu einer Informationsveranstaltungen ein:

Am Dienstag, 08.10.2013 um 19:30 Uhr in Sigras, Gasthaus "Zum Blechernen Reiter" mit den Revierleitern Rainer Zapf und  Stefan Binner.
 
Die Beratungsförster der Bayerischen Forstverwaltung gehen auf alle Fragen der Wiederaufforstung der Schadflächen ein. Angesprochen werden die rechtliche Aspekte, natürliche Grundlagen, standortangepasste Baumartenmischungen, Schutz der Pflanzungen, Fördermöglichkeiten. Im Anschluss stellt die Waldbesitzervereinigung Sulzbach-Rosenberg ihr Dienstleistungsangebot zur Wiederaufforstung vor.
 
 
30. August 2013
Schadholzaufarbeitung  läuft auf vollen Touren
 
In der Aufarbeitung der Sturmschäden laufen derzeit 8 Harvester über die WBV. Am Plan, die Schäden bis Ende September / Anfang Oktober weitgehend aufgearbeitet zu haben wird weiterhin festgehalten. Damit sollen die günstigen Bedingungen des Frühherbstes zugunsten unserer Mitglieder genutzt werden. Die Holznachfrage ist zur Zeit sehr hoch, da bayernweit relativ wenig Holz gemacht wird. Unsere Holzkäufer wollen alle ein möglichst großes Stück vom Kuchen haben und bemühen sich daher sehr um schnelle Holzabfuhr. Allen Unkenrufen zum Trotz hat der Holzpreis nicht nachgeben und befindet sich nach wie vor auf sehr hohem Niveau (siehe Meldung vom 29. Juli weiter unten).
Leider versuchen verschiedene Unternehmer Kapital aus der derzeitigen Situation zu schlagen und Waldbesitzer zu verunsichern. Siehe dazu http://www.wbv-sulzbach-rosenberg.de/html/holzmarkt.html
 
 
30. August 2013
Runder Tisch zu FFH
 
Das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Amberg (AELF) lädt die Besitzer und –besitzerinnen von (Wald)-Grundstücken im FFH-Gebiet zur Vorstellung des Managementplanes für das EU - Schutzgebiet Wälder im Oberpfälzer Jura ein . Der Managementplan enthält naturschutzfachliche Ziele, seine Beachtung ist für Grundstücksbesitzer und –besitzerinnen freiwillig.
Den Managementplanentwurf können Sie auf der Homepage des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Amberg einsehen: aelf-am.bayern.de/Natur & Umwelt/Wald in Natura 2000-Gebieten

Der Runde Tisch findet statt am

      Donnerstag, den 19. September 2013 um 9:00 Uhr in der
      Gaststätte Wulfen in Kauerhof bei Sulzbach-Rosenberg
 
 
29. Juli 2013
Informationsveranstaltung zur Aufarbeitung der Gewittersturmschäden im Wald
 
Aus aktuellem Anlaß lädt die Waldbesitzervereinigung Sulzbach-Rosenberg in Zusammenarbeit mit dem Forstrevier Auerbach die Mitglieder und interessierte Waldbesitzer zu einer Informationsveranstaltung ein.

Treffpunkt ist am Dienstag, 06.08.13 um 19.00 Uhr am Dorfplatz in Sigras. Danach wird ein betroffener Waldort aufgesucht um vor Ort über folgende Themen zu informieren:
 
  • Sturm_WBV_SuRo1_kleinHarvesteraufarbeitung im Sturmverhau (hierzu auch eine Vorführung)
  • Aktueller Holzmarkt und gefragte Sortimente
  • Tips zur Abwicklung der Schadholzauf- arbeitung
  • Borkenkäfergefahr – auf was muss ge- achtet werden
  • Fördermöglichkeiten vom Staat
  • Steuerliche Geltendmachung von Kalamitätsschäden (Merkblätter und Vordrucke werden zur Verfügung gestellt)
Für Fragen stehen Revierleiter Rainer Zapf und Geschäftsführer Jörg Berendes zur Verfügung.
 
 
29. Juli 2013
Massive Schäden durch Gewittersturm
 
Am Sonntag, den 28. Juli überquerte abends  ein Gewitter von Südwest nach Nordost das Gebiet der Waldbesitzervereinigung Sulzbach-Rosenberg (WBV). Gegen 20.30 Uhr verursachte die Böenwalze der Gewitterfront verbreitet Schäden, besonders im  Gebiet um Edelsfeld – Kürmreuth – Kalchsreuth – Boden. Hier gibt es neben massiven Schäden an Haus und Hof auch zahlreiche Wälder, deren aufstockender Bestand mehr oder weniger komplett zerstört wurde. Getroffen hat es hauptsächlich die südwestlich exponierten Waldränder. Aber auch außerhalb dieses Hauptschadensgebietes sind zahlreiche Einzel- und Nesterwürfe /-brüche zu finden. Dort ist dann meist die (rotfaule) Fichte betroffen. Es überwiegt der Bruch. Würfe sind aufgrund der trockenen und stabilen Bodenverhältnisse eher die Ausnahme.
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Die Waldbesitzer werden gebeten, ihre Wälder auf Schäden hin zu überprüfen. Vor dem Aufarbeiten von flächigem Sturmverhau mit der Motorsäge wird wegen der enormen Risiken für Leib und Leben eindringlich gewarnt. Dafür ist der Harvester das geeignetere Werkzeug. Beratung, Hilfestellung bis hin zur kompletten Aufarbeitung bietet in Zusammenarbeit mit dem örtlichen Revierleiter die WBV Sulzbach-Rosenberg an.
 
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Bruchholz bei Stopfmühle. Bruchholz, teils meterhoch im vormals geschlossenen Wald. Arbeit mit der Motorsäge ist hier lebensgefährlich. (beide Bilder: Jörg Berendes)
 
Um einen raschen Überblick über die benötigte Arbeitskapazität zu bekommen, sollten die Waldbesitzer alsbald mit den WBV-Geschäftsführern Jörg Berendes oder Uwe Gmach Kontakt aufnehmen. 16 Stunden nach der Böenwalze hat bereits die erste Maschine mit der Aufarbeitung des Sturmholzes im Hauptschadensgebiet begonnen. Die nächsten Maschinen treffen zur Wochenmitte ein. Mit der schnellen Aufarbeitung innerhalb acht Wochen sollen die Schäden aufgearbeitet werden, bevor die Hölzer durch Bläue und Käfer stark entwertet werden.
Glück im Unglück für die betroffenen Waldbesitzer: Der Holzmarkt ist momentan äußerst aufnahmefähig. Das heißt, die Hölzer werden zur Zeit sehr schnell abgefahren. Noch dazu haben die Holzerlöse - zuletzt auf ohnehin schon hohem Niveau - nochmals leicht angezogen. Für Fichte L2b werden jetzt 98,- bis 102,- € und für Kiefer L2b um 80,- € / fm – jeweils frisch, gesund gerade – bezahlt.

Kalamitätsschäden können steuerlich geltend gemacht werden. Dazu müssen die Schäden unbedingt vor der Aufarbeitung beim Finanzamt angemeldet werden. Der geschätzte Schadensanfall ist jeweils für den einzelnen Waldort anzugeben. Die Anmeldung des Schadens muss so rechtzeitig vor Aufarbeitung des Schadholzes erfolgen, dass eine eventuelle Überprüfung des Schadens durch den Forstsachverständigen der Steuerverwaltung erfolgen kann. In dringenden Fällen (z.B. Borkenkäferbefall) ist auch eine telefonische Anmeldung möglich. (Bayerisches Landesamt für Steuern, Dienststelle Nürnberg 0911/991-2451). Weitere Informationen hierzu bei Ihrem Steuerberater oder unter
http://www.finanzamt.bayern.de/informationen/Formulare/Steuererklaerung/Einkommensteuer/Forstwirtschaft/ESt-561-Merkblatt-Kalamitaetsnutzungen.pdf

Generell gilt im gesamten WBV-Gebiet auch die zahlreichen Einzelbrüche in der Fichte innerhalb der nächsten sechs bis acht Wochen aufzuarbeiten. Da der Borkenkäfer momentan sehr aktiv ist, könnten sich hier ansonsten neue Trittsteine für eine zweite Käfergeneration entwickeln. In diesem Fall wäre dann nächstes Jahr mit der 20-fachen Menge an Käferholz zu rechnen.
 
 
15. April 2013
Zitronenfalter zeigt Beginn der Borkenkäfersaison an
 
Für Waldbesitzer, die mit offenen Augen die Vorgänge in der Natur beobachten ist dies nichts Neues: Mit den jetzt (endlich) wärmeren Temperaturen kann man den Zitronenfalter beobachten. Er gilt als “Bioindikator” für den Start der Borkenkäfersaison. Dies gilt aber nicht für Buchdrucker und Kupferstecher, die schon etwas mehr Wärme benötigen wie der robuste Zitronenfalter, sondern für den Gestreiften Nutzholzborkenkäfer (Xyloterus lineatus).
Er befällt hauptsächlich frisch eingeschlagenes Nadelholz, zu erkennen an den weißen Bohrmehlhäufchen auf den Stämmen. Da der Käfer  seine Brutgänge bis 5 cm tief ins Holz frisst, werden die befallenen Hölzer entwertet. Der Schaden ist in erster Linie optischer Art (Problem bei Sichtverbauung).
Übrigens ernährt sich der Käfer nicht vom Holz, sondern von Pilzen, die er an den Wänden der Bohrgänge ansiedelt. Zu frisches bzw. zu feuchtes Holz ist ebenso wie zu trockenes Holz für die Pilzzucht ungeeignet und wird deshalb nicht vom Lineatus besiedelt. Frischer, intakter Pilzrasen ist braun, alte (abgestorbene) Pilze sind schwarz gefärbt.
 
 
27. Februar 2013
Waldbegänge und Praxiskurse
 
Zu folgenden Informationsveranstaltungen und Kursen der Forstreviere Sulzbach-Rosenberg und Hahnbach in Zusammenarbeit mit der WBV Sulzbach-Rosenberg sind an alle Interessierten herzlich eingeladen:
  • Samstag, 02. März 2013 Waldbegang zum Thema:
    Schneebruchschäden im Wald, und was kommt dann? Informationen zu Aufarbeitung und anschließende Behandlung der betroffenen Flächen.
    Treffpunkt 09.00 Uhr an der der Verbindungsstraße zwischen Ölhof und Atzmannsricht. Dauer ca. 2 Stunden.
     
  • Montag, 04. März 2013 Waldbegang mit Übung zum Thema Laubholzdurchforstung
    Treffpunkt 15.00 Uhr am Parkplatz vor Auffahrt zur Annabergkirche
    Anmeldung erforderlich: 0175-5740855 oder 0173-5730741
     
  • Mittwoch, 06. März 2013 Waldbegang zum Thema Nadelholzdurchforstung
    Treffpunkt 15.00 Uhr am Parkplatz vor Auffahrt zur Annabergkirche
    Anmeldung erforderlich: 0175-5740855 oder 0173-5730741
     
  • Donnerstag, 07. März 2013 Praxiskurs Zaunbau mit dem Forstprofi
    Treffpunkt 8.30 Uhr an der Fronbergkirche (Dauer ca. 3 Stunden)
    Anmeldung erwünscht bei Stefan Binner 0173- 5730741
     
  • Donnerstag, 07. März 2013 Praxiskurs Pflanzung mit dem Forstprofi
    Treffpunkt 13.00 Uhr an der Fronbergkirche (Dauer ca. 3 Stunden)
    Anmeldung erwünscht bei Stefan Binner 0173- 5730741
Die fünf Veranstaltungen werden kostenlos angeboten - sind aber sicherlich nicht umsonst.
 
 
23. Februar 2013
Zehnter Motorsägenkurs der WBV Sulzbach-Rosenberg
 
Am 23. Februar ist mit dem ganztägigen Theorietag der zehnte Motorsägenkurs der WBV gestartet. Es folgt dann der Praxistag am 02.03. bzw. am 09.03. Nach wie vor wird auf die Qualität des Lehrgangs großer Wert gelegt. Die Rückmeldungen sind dementsprechend äußerst positiv. Unsere zweitägigen Kurse mit Forstwrtschaftsmeistern als Ausbilder werden von den Bayerischen Staatsforsten, den kommunalen Waldbesitzern, Feuerwehren, PEFC, Berufsgenossenschaft und vielen anderen als Nachweis der Sachkunde anerkannt. Mit der Teilnahme bei eintägigen (Billig-) Angeboten ohne Forstwirtschaftsmeister dagegen kann man böse auf die Nase fallen.
 
Aufgrund der hohen Nachfrage startet der nächste Kurs bereits am 23. März. Der Praxistag findet am 06. bzw. am 13. April statt. Es sind noch wenige freie Plätze vorhanden. Anmeldung ab sofort in der WBV-Geschäftsstelle, am besten per Mail.
 
 
01. Februar 2013
Fichtenabschnitte auch in 4m-Längen möglich
 
Neben den “alt-bewährten” 5m-Abschnitten bei Fichte ist zur Zeit auch das Bereitstellen mit 4,0 m plus 10 cm Übermaß ab 13 cm Mindestzopf (o.R.)  möglich und erwünscht.
Allen “Expertenmeinungen” zum Trotz: Holz ist und bleibt weiterhin gesucht! Angesichts der momentanen Holzpreise besteht kein Grund, fällige Durchforstungen auf die lange Bank zu schieben.
 
 
24. Januar 2013
Gedanken über den Schnee – von Revierleiter Stefan Binner

“Aufgrund der derzeitigen Witterungsverhältnisse warnt das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten die Bürgerinnen und Bürger vor einem Betreten des Waldes in den nächsten Tagen.” So oder ähnlich konnte man es in diesem Winter wieder in der Tageszeitung lesen. Starke Schneefälle, verbunden mit Eisregen haben auch in Waldgebieten unseres Landkreises wieder einmal zu massiven Schneebruch- und Wurfschäden geführt. Besonders betroffen sind nach ersten Schadensaufnahmen Gebiete in einer Höhenlage über 500 m NN, beispielsweise im Bereich rund um Adlholz.

Wirft man einen Blick in diese Wälder, sieht man zahlreiche Gipfel und komplett ausgewurzelte Bäume am Boden liegen, viele gebogene “Laternen”, die sich auch nach dem Abschmelzen der Schneelast nicht mehr aufrichten..
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Abb. 1: Vom Schnee gebrochene und gebogene Kiefern mit stark deformierten Kronen und mangelhafter Einzelbaumstabilität. Foto: Stefan Binner

Anhand der Schäden ist man schnell geneigt, die Schäden einzig und allein auf eine unglückliche Wetterkonstellation abzuschieben. Nasser Schnee in Verbindung mit Eisregen hat den Bäumen buchstäblich den Kopf gekostet. Dieser Schluss ist sicher nicht falsch und trotzdem aber zu kurz gegriffen. Auf den zweiten Blick fällt nämlich auf, dass sehr dichte Kiefern- und Fichtenbestände besonders stark von Bruch betroffen sind und dass geworfene Bäume vor allem in jüngeren, dichten Fichtenbeständen auf staunassen Böden zu finden sind. Betrachtet man sich die betroffenen Einzelbäume genauer, wird deutlich, dass mangelnde Pflegeeingriffe entscheidend zum teilweise extremen Schadensausmaß beigetragen haben.

Kiefern, aufgewachsen im jahrzehntelangen Dichtstand, schieben ihre Kronenäste dorthin, wo Platz ist. So entstehen einseitige, krumme Kronen, die bei hoher Schneelast schnell überlastet sind. Gipfelbruch ist die Folge. Hinzu kommt, dass aufgrund höherer Stückzahl der einzelne Baum in ungepflegten Beständen zwar ebenso lang ist wie in regelmäßig durchforsteten Beständen, aber schwächer im Durchmesser. Er hat weniger “Holz” als ein regelmäßig geförderter Z-Baum und bricht deswegen auch schneller.

Auch die Würfe in jüngeren Beständen lassen sich zum Teil auf übermäßigen Dichtstand zurückzuführen. Eng stehende Bäume bilden ein homogenes Kronendach, auf dem sich Schnee solange ablagert, bis die Belastung zu groß wird und ganze Baumgruppen umkippen.
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Abb. 2: Vom Schnee umgedrückte Fichtengruppe auf staunassem Standort (Graben im Vordergrund!). Foto: Stefan Binner

Durchforsten Sie als Waldbesitzer frühzeitig, schaffen Sie gut strukturierte Bestände mit durchbrochenem Kronendach, in denen sich Schnee ungleichmäßig ablagern und auf den Waldboden durchrutschen kann. Zusätzlich ist der Einzelbaum wiederum kräftiger und somit stabiler. Den starken Z-Baum schmeißt so leicht nichts um!

Um es auf den Punkt zu bringen, die aktuellen Schäden sind zum Großteil Folgen des ewigen Dürrholzens.

Dürrholzen ist keine Waldpflege!

Ein weiterer Grund für Schäden in Fichtenbeständen ist die falsche Baumartenwahl. Fichten sind Flachwurzler und können auf staunassen Böden kein stabiles Wurzelwerk ausbilden. Eine Binsenweisheit, aber immer noch setzen viele Waldbesitzer auf das falsche Pferd. Natürlich wächst die Fichte in den ersten Jahren allen anderen Baumarten davon, weil sie “im Wasser steht”. Was nutzt uns das aber, wenn sie genau deswegen nicht die gewünschte Zielstärke erreicht, sondern im Alter dreißig von Wind oder Schnee umgeworfen wird?

Dabei gibt es auf vielen Böden eine gute Alternative zur Fichte: Die Weißtanne, die mit ihrem Pfahlwurzelsystem auch strenge und staunasse Böden gut erschließen kann. Finanziell gefördert vom Bayerischen Staat, kann der Waldbesitzer durch Beimischung von Tanne zumindest für die nächste Waldgeneration das Risiko von Sturm- und Schneewurf minimieren.

Nutzen Sie als Waldbesitzer und Jagdgenosse auch die aktuell laufende Abschussplanung um sich selbst die Wiederaufforstung von Schadflächen zu erleichtern. Durch den Schneebruch sind in der Regel kleinere Lücken entstanden, die hervorragend für den Voranbau von schattenerträglichen Baumarten wie Weißtanne oder auch Rotbuche geeignet wären. Gleichzeitig müsste man als Waldbesitzer aber eine Vielzahl von Zäunen errichten, um die jungen Bäume gegen Rehwildverbiss zu schützen. Wie will man diese Vielzahl von Zäunen regelmäßig kontrollieren und in Stand halten?
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Abb. 3: Durch Schneebruch beschädigter Zaun mit gepflanzter Tanne. Was passiert wohl, wenn der Schaden erst nach einigen Wochen bemerkt wird?! Foto: Stefan Binner

Das ist für die meisten Waldbesitzer zeitlich nicht zu schaffen. Die Folge ist, dass man lieber nichts pflanzt und der Natur ihren Lauf lässt. Übrig bleibt nach einigen Jahren wieder nur die Fichte, selbst wenn Naturverjüngung anderer, stabilerer Baumarten wie beispielsweise der Eiche vorhanden gewesen wäre. Rehwild verbeißt diese nun einmal besonders gerne. Die Chance ist für eine weitere Waldgeneration vertan. Also, packen Sie als Waldbesitzer die Gelegenheit beim Schopf und lenken Sie zusammen mit Ihren Jagdpächtern die Bejagung in Ihrem Wald in die richtige Richtung. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, damit zu beginnen!

4. Januar 2013
Hinweise für die Sortimentsgestaltung bei der Aufarbeitung von Schneebruchholz
 
Grundsätzlich ist die Mindestmenge pro Sortiment eine LKW-Ladung (ca. 25 fm)! Bei Mindermengen zusammen mit Nachbarn gemeinsamen Lagerplatz bestücken. Die Aushaltung von Langholz hat Priorität. Bei Abschnitten gibt es günstige Kombinationsmöglichkeiten wie z. B. bei Kiefer 4,00 m und 2,40 m Verpackungsholz oder 5,00 m Fichte mit 3,60er Verpackungsholz. Bitte anhand der Sortimentsliste im Menue “Holz” über mögliche Sortimente vorinformieren und dann mit Geschäftsführer konkrete Aushaltung absprechen.

Es gelten die Grundsätze für die Holzbereitstellung, auf die hier ausdrücklich hingewiesen wird (Bitte hier klicken)!

 
 
04. Januar 2013
Sichere Aufarbeitung von Schneebruch mit der Motorsäge
 
Bei vielen Mitgliedern wird in diesen Winter bei der Arbeit im Wald die Aufarbeitung der vom Schnee gebrochenen Bäume Vorrang haben. Diese Arbeit ist bekanntlich ja nochmals gefährlicher als die ohnehin risikoreiche Holzarbeit. Aufarbeitungswerkzeug Nr. 1 im Schneebruch ist und bleibt im Hinblick auf Sicherheit und Wirtschaftlichkeit der Harvester. Am Unfallgeschehen im Wald ist der Harvester mit 1 % an den Unfällen beteiligt. Nicht jeder aber ist für sich so weit, dass er gefährliche Arbeiten an professionelle Kräfte vergibt. Auch setzt ein verstreuter Hiebsanfall von Kleinmengen der Maschine Grenzen.
Für alle, die ihre Motorsägenkenntnisse im Speziellen zum Thema „Aufarbeiten von Schneebruch“ auffrischen wollen, bietet Ihre WBV in Zusammenarbeit mit Revierleiter Rainer Zapf vom Forstrevier Auerbach und dem Forstwirtschaftsmeister Müller vom AELF Amberg einen Auffrischungskurs „Arbeiten im Schneebruch“:

Kurs 1 Praxiskurs: Freitag, 11. Januar 2013 um 09:00 Uhr
Kurs 2 Vorführung: Freitag, 11. Januar 2013 um 13:00 Uhr

jeweils im Gemeindewald Edelsfeld (bei den Windrädern)

Beide Kurse sind kostenlos. Im Praxiskurs können die Teilnehmer unter fachkundiger Anleitung selbst tätig werden und ist daher auf 8 Teilnehmer begrenzt. Im Kurs 2 wird die sichere Aufarbeitung vorgeführt. Hier ist die Teilnehmerzahl unbeschränkt. Jedes teilnehmende Mitglied erhält eine Checkliste mit Tipps zur Schneebruchaufarbeitung um Zuhause in aller Ruhe nachlesen zu können.
Zum Vorbereiten der Schulung ist eine Anmeldung bis zum 09. Januar 2013 in der WBV-Geschäftsstelle erforderlich (09661/876687 oder info@wbv-sulzbach-rosenberg.de).
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