Holzmarkt
Obere Gartenstr. 3
92237
Sulzbach-Rosenberg
 
Tel. 09661-876687
Fax 09661-8119755
Email
 info@wbv-sulzbach-rosenberg.de
 
Bürozeiten:
Montag bis Freitag
9.00-14.00 Uhr
oder nach Vereinbarung

“Prognosen sind schwierig, besonders wenn sie die Zukunft betreffen.”

(Mark Twain)            

 
 
20.12.2016
Kurzinfo zum Holzmarkt im Winter 2016/2017
 
Momentan ist die Versorgung der meisten Holzkäufer durchwegs als sehr gut zu bezeichnen. Mit den Mengen aus dem Ausland im Rücken haben die Säger derzeit auch eine komfortable Verhandlungsposition inne. Für frische Ware als Langholz in besserer Qualität ist eine gewisse Herbstbelebung spürbar während der Käferholzabschlag teilweise nochmal etwas zugelegt hat. Insgesamt trifft die Bezeichnung stabil am Besten die Situation am aktuellen Holzmarkt.
 
Die Holzabfuhr läuft bei den meisten Holzkäufern im Bereich zwischen zügig und sehr zufriedenstellend. Bei den aktuell laufenden Verhandlungen werden die Preise oftmals für die neuen Verträge fortgeschrieben bzw bestehende Verträge verlängert. Lediglich Käufer, deren Preise sich am unteren Ende der Preisspanne befinden, werden wohl den einen oder anderen Euro drauflegen müssen, um den Anschluss nicht zu verlieren.

Zur Orientierung die momentane Preise:
Fichte 2b, frisch gesund gerade 85,- - 90,- €
Kiefer 2b, frisch gesund gerade 70,- - 78,- €
 
Zusammenfassend befinden sich die Holzpreise auf einem stabilen Niveau. Bei der Preistendenz spricht man von einer „Seitwärtsbewegung“. Durchforstungshölzer können gut abgesetzt werden. Die derzeit unaufgeregte Lage am Holzmarkt sollte daher von den Mitgliedern auch für die Waldpflege genutzt werden. Wer frei zwischen Lang – und Kurzholz wählen kann, sollte das Holz nach Möglichkeit als Langholz aushalten.

Tagesaktuelle Beratungen zur Holzaushaltung mit den dazu gehörigen Preisen erhalten die WBV-Mitglieder bei ihren Geschäftsführern.
 
 
15.05.2015
Der Holzmarkt im II. Quartal 2015
 
Nach dem  ifo-Geschäftsklimaindex für die gewerbliche Wirtschaft entwickeln sich die Konjunkturdaten weiterhin positiv. Im Bauhauptgewerbe ist der Klimaindikator immer noch auf einem hohen Niveau. Jedoch ist eine leichte Abschwächung des weiterhin vorhandenen Baubooms zu erkennen. So tritt die sonst übliche Frühjahrsbelebung am Schnittholzmarkt trat nur zögerlich ein.
Die Versorgungslage der meisten Säger mit Rohholz zum Ende des I. Quartals  konnte als sehr gut bezeichnet werden. Auch die Schnittholzlager waren gut gefüllt. Die Schnittholzpreise sind bei vielen Sortimenten – besonders bei Konstruktionsvollhölzern als Premiumprodukt - nach wie vor unter Druck. Lediglich Verpackungs- und Industriehölzer liefen gut. Preisreduktionen für das Rohholz im II. Quartal wurden allgemein erwartet.
Dies war die Ausgangssituation vor „Niklas“. In Deutschland sind durch den Orkan ca. vier Millionen Festmeter betroffen. Hauptschadbaumart ist wieder einmal die flachwurzelnde und rotfaule Fichte. In Bayern liegt die Hälfte des gesamten Sturmholzes mit dem Schwerpunkt südliches Oberbayern. Manche Vertreter der Säger/Holzhändler handelten schnell nach dem Motto „jetzt sind wir am längeren Hebel“ und konnten vor allem in Südbayern einen Fichtenpreis von 80,- / fm (L2b, BC) setzen. Dass dies nicht als Maßstab für die Oberpfalz genommen wurde, ist unter anderem auch dem besonnenen und umsichtigen Verhandlungsgeschick der Forstwirtschaftlichen Vereinigung Oberpfalz und den langjährig gepflegten Beziehungen zu unseren Marktpartnern zu verdanken. So bewegt sich der aktuelle Preis (L2b, BC)  für Fichte aus Sturmholzaufarbeitung  je nach Käufer und Sortiment bei 90,- bis 95,- € und bei der Kiefer zwischen 70,- und 77,- €. Auf unveränderter Höhe sind die Preise für Verpackungsholz zwischen 58,- und 61,- €, sowie Industrienadelholz mit 38,- bis 40,- € je Festmeter geblieben.

Momentan müssen sich die Waldbesitzer bei der Holzabfuhr ihrer Schadhölzer gedulden. Die orkanbedingten Mengen werden aber wahrscheinlich bis Ende Juni abgearbeitet sein.  Als Aussicht auf das 3. Quartal erwarten wir eine schnelle Marktberuhigung, dann auch wieder eine hohe Nachfrage und eine Stabilisierung des Rohholzpreises  auf dem Niveau 92,- bis 95,- in der Fichte.
 
 
17.04.2015
Der aktuelle Holzmarkt nach Orkan Niklas
 
Der Orkan “Niklas” hat kaum nennenswerte Schadholzmengen erbracht. Lediglich südlich von München hat er etwas stärker zugeschlagen. Insgesamt ist die Lage aber von den Mengen betrachtet als übersichtlich einzuwerten. Trotzdem schlagen momentan die Wellen am Holzmarkt recht hoch.
So hat der Orkan den Holzmarkt am Ende der Wintereinschlagssaison in einer ohnehin angespannten Phase getroffen. Die Holzpreise standen auch ohne “Niklas” unter Druck, viele Holzkäufer waren durch den “Bauernbuckel” gut mit Rohholz versorgt bzw. hatten sich im europäischem Ausland eingedeckt. Gleichzeitig sind bei vielen Sägern die Schnittholzläger gut gefüllt. Dies führt nun dazu, dass die Preise für Sturmhölzer in den ersten Verträgen kräftig nachgegeben haben. Zur Zeit ist die Situation bei den Preisen und den dazugehörigen Mengen etwas unübersichtlich. Aber wenn bei den ersten der Damm gebrochen ist, kann man davon ausgehen, dass andere nachziehen ...
 
 
12. November 2012
Aktueller Holzmarkt

Die Holz verarbeitende Industrie stand auch im dritten Quartal 2012 unter Druck. Die leicht gefallenen, aber im deutschlandweitem Vergleich noch immer sehr hohe Rohholzpreise in Bayern, stehen einer teilweise schwierigen Lage vor allem bei Standardsortimenten am Schnittholzmarkt gegenüber. Ost- und nordeuropäische Säger drängen zusätzlich mit einem günstigerem Preisniveau auf den Markt. Die Sägeindustrie reagierte mit Produktionsrücknahmen. Sägewerke, die vor allem den Bauholzbereich bedienen, verzeichneten dagegen weiterhin eine gute Auftragslage zu akzeptablen Preisen.

Bayernweit hat der Privat- und Kommunalwald deutliche Einschlagszurückhaltung betrieben. Ein Grund dafür dürften auch in den Unsicherheiten durch die Finanz- und Wirtschaftskrise gelegen sein. Lediglich der Einschlag im Staatswald bewegte sich auf normalem Niveau. Zusätzliche Mengen durch lokale Gewitterstürme und Käferbefall hielten sich im III. Quartal sehr in Grenzen. Sämtliche Mengen konnten problemlos über bestehende Verträge abgewickelt werden.
Aufgrund geringerem Einschnitt und unterschiedlicher Rundholzlagerbestände bei der Nadelholz verarbeitenden Industrie war die Nachfrage nach Nadelrundholz über die Sommermonate regional sehr unterschiedlich. Preisverhandlungen im dritten Quartal führten demnach überwiegend zu einem leichten Preisrückgang um 2 bis 3 €/Fm. Über alle Waldbesitzarten hinweg wurde ein durchschnittliches Preisniveau von 95,50 €/Fm frei Wald für Fichtenstandardlängen BC 2b festgestellt. Für Hölzer der Güteklasse C gab es in der Regel ein Abschlag von 10 €/Fm frei Wald auf B-Qualitäten. Rundholzqualitäten für die Palettenindustrie konnten im Mittel zu 63 €/Fm frei Wald erlösen. Bei Kiefernstammholz kam es im III. Quartal in Bayern ebenfalls zu leichten Preisrücknahmen. Die Preise für das Leitsortiment BC 2b lagen durchschnittlich bei 74 €/Fm frei Wald. Der Markt für Laubstammholz nimmt momentan nach der Sommerpause seine Arbeit wieder auf. Erste Gespräche lieferten aber noch keine greifbaren Preise. Die konkreten Holzpreise bei der Vermarktung über die WBV erhalten die WBV-Mitglieder über die beiden WBV-Geschäftsführer Berendes und Gmach.

Aufgrund einer weiter rückläufigen Nachfrage kam es auch bei der Holzwerkstoffindustrie im Laufe des dritten Quartals zu Produktionsrücknahmen. Dies führte bei einzelnen Werken sogar zu kurzfristigen Produktionsstopps. Zusätzlich führten hohe Rundholzlagerbestände bei der Holzwerkstoffindustrie und bei thermischen Verwertern zu einer rückläufigen Nachfrage nach Industrieholz. Die Folge waren leichte Preisrücknahmen bei entsprechenden Sortimenten für die Holzwerkstoffindustrie. Die Papierholz verarbeitende Industrie in Bayern wurde aufgrund des zurückhaltenden Einschlags nur sehr zögerlich mit Industrieholz versorgt. Aufgrund von Produktionsrücknahmen und ausreichend Nasslagerbeständen führte dies aber zu keiner Unterversorgung. (Zahlen und Hintergrund: Holz-Journal 20/2012).

Im zurückliegenden Sommer und Herbst konnten viele Mitglieder der WBV die stabilen Boden-verhältnisse und der schnellen Holzabfuhr, verbunden mit sehr guten Holzerlösen, vor allem zur Waldpflege auf schwierigen Standorten wie Steilhänge oder wechselfeuchte/nasse Lagen nutzen. Die Resonanz auf die, für alle sichtbaren Waldbilder war durchwegs äußerst positiv und eine Werbung für die (maschinelle) Waldpflege.
 
 
31. August 2012
Aktueller Holzmarkt
 
Experten aus der Wirtschaft gehen davon aus, dass die Weltwirtschaft weiterhin nur mäßig wächst. Hauptverantwortlich hierfür sind eine Verlangsamung des Wachstums vor allem in asiatischen Ländern (.... auf der ganzen Welt...) und eine allgemein schwache Entwicklung im Euro Raum. Auch Deutschland, dessen Konjunktur auf hohe Exporte basiert, ist mittlerweile von der internationalen Wirtschaftsabschwächung betroffen (... wobei Deutschland immer noch als "Wirtschafts - Motor" in Mitteleuropa gilt); zudem drängen Anbieter von außen nach Deutschland, so dass deutsche Anbieter aufgrund höherer Kosten für ihr Produkt Konkurrenz bekommen und mögliche Binnenmarktanteile wegbrechen.

Allgemein ist die Nachfrage nach Nadelsägerundholz (vor allem Langholz) gut; die Sägeindustrie produziert jedoch zum Teil deutlich unter den vorhandenen Kapazitäten. Die Abfuhr des bereitgestellten Rundholzes (aus dem Privatwald ist es eine übersichtliche Menge...) erfolgt bei unterschiedlicher Versorgung der Sägewerke meist zügig. Die Preise für Rundholz sind auf attraktiven Niveau stabil. Bei Verkäufen von Holz ist derzeit höchstes Augenmerk auf Zahlungssicherheit, Einhaltung der Zahlungsfristen und eine mit den vereinbarten Rahmenbedingungen konforme Übernahme im Sägewerk zu legen.

Ab September finden die ersten Gespräche mit Abnehmern für das (die) kommende(n) Quartal(e) statt
 
Quelle: Forstwirtschaftliche Vereinigung Oberpfalz
 
 
21. Juli 2012
Der Holzmarkt in Bayern
 
Die Geschäftslage der Nadelholz verarbeitenden Sägeindustrie war im II. Quartal differenziert zu beurteilen. Auf Nischenmärkte spezialisierte kleine und mittelständische Nadelholzsäger sind mit ihrer Auftragslage in der Regel zufrieden gewesen, so die Einschätzung aus Kreisen des Bayerischen Waldbesitzes (Bayerischer Waldbesitzerverband e.V., Bayerische Staatsforsten AöR, Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten). Exportorientierte Großsägebetriebe sahen sich zum überwiegenden Teil schlechten Absatzmöglichkeiten gegenüber. Zusätzlich beeinflussten rückläufige Preise für Sägerestholz die Bilanzen. Die Preise für Nadelschnittholz haben sich im II. Quartal wieder leicht verbessert und die Talsohle durchschritten. Der Binnenmarkt bildet weiterhin die tragende Säule des Nadelschnittholzabsatzes. Eine Nachfragebelebung blieb allerdings aus.
Lieferungen skandinavischer und osteuropäischer Hersteller nach Deutschland sorgen dafür, dass die Situation angespannt bleibt. Aufgelaufene Schnittholzlagerbestände und verhältnismäßig hohe Rohstoffkosten führten ab Quartalsmitte zu Produktionsrücknahmen bei einzelnen größeren Nadelholzsägern. Die Versorgungslage mit Nadelrundholz war ausreichend.
Die Situation der Laubholz verarbeitenden Industrie stellte sich dagegen freundlicher dar. Für Buchenschnittholz sind die Preise aufgrund einer leichten Nachfragebelebung etwas gestiegen.
Ideale Witterungsbedingungen im I. Quartal führten in Bayern zu einer hohen Einschlagstätigkeit in allen Waldbesitzarten. Infolgedessen zog die eingeschränkte Produktion der Nadelholzsäger im II. Quartal Lagerbestände im Wald und in den Sägewerken nach sich. Im Verlauf des Quartals war eine merklich nachlassende Holzernte im Kleinprivatwald spürbar, was eine Reduktion der Waldlager ermöglichte.
In Preisverhandlungen für Lieferung von Fichtenstammholz wurde im südbayerischen Raum eine leichte Preisreduktion von 1 bis 2 €/Fm bereits im I. Quartal vereinbart. Im II. Quartal stabilisierten sich die Preise für die Leitsortimente in den überwiegenden Landesteilen. Das Leitsortiment Fichte Langholz B 2b erzielte im Mittel 99,50 €/Fm frei Wald. Für Standardlängen konnte ein Durchschnittspreis von 97 €/Fm erlöst werden. Preisabschläge waren weniger im Leitsortiment als vielmehr durch stärkere Stärkeklassenabstufungen erkennbar. Hier wurden teilweise 8 bis 10 €/Fm vereinbart. Teilweise haben sich auch die Preise für C-Holz-Qualitäten wieder reduziert. In Nordbayern ließen die Preise ebenfalls leicht nach. Für das Leitsortiment wurden durchschnittlich 96 €/Fm frei Wald erzielt.
Sortimente für die Verpackungsindustrie lagen im Mittel bei 62,50 €/Fm frei Wald. Der Großteil der Kontrakte wurde bis zum Quartalsende vereinbart. Vertraglich ungebundene Mengen konnten in der Regel nur zu reduzierten Preisen verkauft werden.
Die Witterungsbedingungen im Frühjahr verhinderten einen nennenswerten Anfall an Käferholz. Erste Abschlüsse für die Lieferung von Käferholz wurden zu Preisen von durchschnittlich 81 €/Fm frei Wald im Leitsortiment 2b abgeschlossen.
Die Preisrücknahmen bei Fichte wirkten sich auch auf die Vertragsabschlüsse für Kiefernrundholz aus. Für Lieferungen im II. Quartal lag der Durchschnittspreis für das Leitsortiment bei Langholz B 2b bei 76 €/Fm frei Wald. Abschnitte lagen in etwa auf demselben Niveau. Hölzer für die Palettenindustrie erlösten im Leitsortiment im Mittel 62,50 €/Fm frei Wald.
Der Einschlag von Laubholz wurde im Laufe des II. Quartals weitestgehend abgeschlossen. Vereinzelt waren noch laufende Verträge zu beliefern.
Industrieholz für die Papierholz verarbeitende Industrie ist im Wesentlichen von Durchforstungseingriffen und als Koppelprodukt vom Stammholzeinschlag abhängig. Demzufolge führten die Produktionsrücknahmen der Sägeindustrie und die nachlassende Einschlagstätigkeit im Verlauf des II. Quartals zu einem verringerten Papierholzangebot. Versorgungsengpässe traten bei der Papierholzindustrie aber bis zum Quartalsende nicht auf.
 
Quelle: Holzjournal Nr. 14 / 2012
 
 
02. Juli 2012
Der Holzmarkt in Deutschland zu Beginn des III. Quartals
 
Wie das Holzjournal meldet, zeigen sich die Akteure des Holzmarktes zu Beginn des dritten Quartals abwartend. Nach wie vor beklagt die Sägeindustrie, dass sie die derzeitigen Preise für Stammholz bei der Preisgestaltung ihrer Schnittholzsortimente nicht umsetzen können. Dem Vernehmen nach haben auch etliche Anbieter aus dem Staatswald Rücksichtnahme auf die schwierige Position ihrer Kundschaft angekündigt, was wahrscheinlich dazu führt, dass bei den Verhandlungen für das dritte Quartal Stabilität zum Ziel gesetzt wird.

Derzeit fließt das vertraglich gebundene und bereitgestellte Holz überwiegend zügig ab. Teilweise werden seitens der Industrie gerne auch Mehrmengen zu gleichen Preisen abgenommen. Die amtliche Preisstatistik zeigt, dass Fichtenstammholz preislich seit Jahresbeginn stagniert. Eine ähnlich Entwicklung war bei den Erzeuger-, Einfuhr- und Ausfuhrpreise von Schnittholz nun schon seit einiger Zeit zu beobachten, teilweise waren sie auch leicht gesunken. Andererseits deutet die Entwicklung der Preise in Tschechien und Polen sowie einiger anderer Nachbarländer darauf hin, dass die Konkurrenz um den Rohstoff Holz in nächster Zeit wieder zunehmen könnte.
Rückläufig ist die Nachfrageentwicklung seit geraumer Zeit bei Industrieholz und steht deshalb preislich unter Druck. Als Ventil hat sich aber die gute Nachfrage nach Brennholz bewährt.

Für Fichte (L 2b frisch, gesund, gerade) liegt der Preis momentan zwischen 93,- und 98,- €/fm zuzüglich gesetzlicher Mehrwertsteuer und bei Kiefer-Standardware werden nach wie vor bis 78,- €/fm bezahlt. Für Industrieholz liegt der Preis je nach Holzart zwischen 28,- und 48,- je Festmeter.
 
 
13. Dezember 2011
Kurzinfo zur Lage am Holzmarkt
 
Deutschland: Fichte erzielt Rekordpreise
Im Auftrag der Zukunft Holz Gesellschaft unterhält die B+L Marktdaten ein Meldenetz, dem Forstbetriebe aller Waldbesitzarten angeschlossen sind. Regelmäßig berichten diese Betriebe über die Nachfrage- und Preisentwicklung im Berichtszeitraum. So wurden von einigen Meldebetrieben zunehmend Preise in ähnlicher Höhe gemeldet wie sie kürzlich durch Forst BW publiziert wurden. Die Problematik um die zunehmende Öffnung der Preisschere Rundholzpreise / Schnittholzpreise und der dadurch immer schwierigeren Lage der Säger wird von der Forstseite zunehmend zur Kenntnis genommen. Dessen ungeachtet wird häufig argumentiert, dass die hohe Nachfrage den Preis nicht nur rechtfertige sondern vermehrt auch zulasse.
Aus den mittleren Landesteilen wird mitgeteilt, dass sich das vorübergehende Überangebot bei Nadelprofilzerspanerholz abgeschwächt zu haben scheint. Aus nördlichen Regionen wird berichtet, dass sich Nadelstammholz einer regen Nachfrage mittlerer Betriebe nach Bauholz erfreue. Bei den Großbetrieben bestehe Interesse, steigende Anteile Kiefernabschnitte zu erhalten. Die Nachfrage nach Buchenstammholz für Vorweihnachtslieferungen ist in einigen buchenreichen Teilen Deutschlands bei stagnierenden Preisen nicht zu decken. Von unten wird hier der Markt durch die Brennholznachfrage dominiert. Auch wird die Eichenstammholz-Nachfrage nach mehrfacher Aussage in der gesamten Saison nicht zu decken sein. In Niedersachsen ist die Nachfrage nach Industrieholz in OSB - Qualität gleichbleibend hoch und wird durch eine kaum zu deckende Nachfrage nach Nadelpalettenholz in der Versorgung erschwert. Im Spanbereich ist der Markt vor dem zu erwartenden Wintereinbruch noch sehr verhalten. Insgesamt hat sich die Industrieholznachfrage deutlich verlangsamt. Mit Wintereinbruch ist zwar vor dem Hintergrund verminderter Verfügbarkeit mit einer gewissen Belebung der Mengennachfrage zu rechnen. Zur Preisbildung besteht derzeit allerdings Zurückhaltung. Bei Schleifholz ist sogar ein gewisser Preisdruck spürbar. Die Preise haben regional um 2 €/Rm für ungebundene Mengen nachgegeben. Die Energieholznachfrage dürfte sich mit den ersten weiteren Frostnächten beleben und ist dann vielfach nicht zu befriedigen. Der Preis könnte aufgrund des aktuell bereits hohen Niveaus nur bescheidene Aufschläge zulassen.
 
Quelle: Holzjournal Ausgabe 24 / 2011
 
 
15. Juli 2011
Der Holzmarkt im 3. Quartal 2011
 
Während Staatswald und Großprivatwald im zweiten Quartal 2011 auf normalem Niveau eingeschlagen haben, wurden vom bayerischen Kleinprivatwald bis Mitte Mai - einschließlich unserer WBV - große Mengen vor allem an Schneebruchholz bereitgestellt. Für manche Säger erreichte der Umfang der Holzmenge nach deren Einschätzung das Niveau von „Kyrill“. Deswegen staute sich besonders für die zwischen Mitte Februar und Mai bereitgestellten enormen Kiefernmengen die Holzabfuhr. Einzelne Holzkäufer nahmen sogar ab Anfang April kein Holz mehr ab. Die WBV-Geschäftsführer konnten aber die entsprechenden Hölzer flexibel „umschichten und umleiten“. Die WBV bedankt sich - auch im Namen der Säger - ausdrücklich bei den Mitgliedern für die gezeigte Geduld.
Käferholz spielte bislang trotz anfänglicher Befürchtungen (Schneebruch – trockenes Frühjahr) keine Rolle. Wegen der aktuellen, feuchtwarmen Witterung rechnen wir in diesem Jahr auch nicht mehr mit einem Käferproblem im WBV-Gebiet.

Aufgrund der hohen Nachfrage legte die Sägeindustrie im Vergleich zum ersten Quartal nochmals den einen oder anderen Euro darauf. Für das dritte Quartal wurden die Preise meist fortgeschrieben. Lediglich einzelne Säger nahmen den Preis für die Kiefer geringfügig zurück. Von mangelnder Sachkenntnis getrübte “Experten” verbreiteten Gerüchte über einen breiten Preisverfall. Davon kann wie folgend zu lesen nicht die Rede sein!

Derzeit liegt der Preis für Fichte im Leitsortiment BC 2b zwischen 95 und 98  €/Fm frei Waldstraße bei einem C-Abschlag von 10 bis 13 € / Fm. D-Holz erzielt zwischen 60 und 68 €/Fm. Für die Kiefer wird momentan zwischen 73 und 77 € / Fm für BC 2b bezahlt.
Besonders erfreulich entwickelte sich aufgrund hervorragender Absatzmöglichkeiten der Säger in diesem Bereich der Preis für das Verpackungsholz. Für die Stärkeklasse 2b werden momentan bis zu 74,- € erlöst.
Im Industrieholzbereich besteht weiterhin für Papierholz der Preis von 36 € pro Ster und für Spanholz werden mindestens 38,50 / Fm bezahlt.

Derzeit laufen die Vorbereitungen für die Durchforstungen ab August. Hierbei sollen einerseits das hohe Preisniveau, als auch die - wahrscheinlich zu erwartenden - günstigen Witterungsbedingungen im Sommer und Herbst für die WBV-Mitglieder genutzt werden. Nachdem mittlerweile die Schneebruchölzer abgeräumt wurden, kann dann auch wieder mit einer zügigen Holzabfuhr gerechnet werden.
 
 
25. Mai 2011
Nächster Versuch zur Pappelvermarktung
 
Wieder einmal besteht die Möglichkeit Pappel-Stammholz zu vermarkten. Gesucht werden Pappelabschnitte ab 32 cm Mittendurchmesser mit 2,60 m, 5,20 m, 7,80 m, 10,40 m plus Übermaß. Qualität B/C, frisch, gesund, sägefähig. Gesunde Äste werden akzeptiert, keine Fauläste.
 
Weitere Infos und Holz-Anmeldungen ab sofort in der Geschäftsstelle.
 
 
29. April 2011
Momentan zähe Holzabfuhr - Holzmarkt im 2. Quartal 2011 weiter auf Höhenflug
 
Die in den letzten zwei Jahren in Bayern abgebaute Holzfuhrkapazität reicht momentan nicht aus, die aktuell bereitgestellten und unerwartet hohen Holzmengen zeitnah abzufahren. O-Ton eines Fuhrunternehmers: “Der Motor des LKW`s wird nie kalt - Wir fahren rund um die Uhr!” Unsere Holzabnehmer sind aber bemüht, die Waldlager so schnell wie möglich abzubauen. Einzelne Holzkäufer haben wegen der hohen Mengen einen Bereitstellungsstopp verhängt, das heisst, dass sie momentan überhaupt kein Holz mehr annehmen. Damit wollen sie ihr Waldlager in den Griff bekommen. Die bisher trockene Witterung im April hat die Gefahr der Qualitätsminderung durch Bläue und Lineatus sichtbar in “Schach” gehalten. Eventuell trotzdem aufgetretene Lagerschäden gehen bei rechtzeitig bereitgestelltem Holz auf Rechnung des Holzkäufers.
Für das laufende 2. Quartal haben alle Käufer entweder die bisherigen Vertragskonditionen weiter laufen lassen oder haben den einen oder anderen Euro nochmals draufgelegt. Damit bleibt aus Waldbesitzersicht das günstige hohe Holzpreisniveau weiterhin bestehen. Die immer wieder geäusserten Befürchtungen, der Holzpreis werde wegen der Schneebruchmengen nachgeben, treffen somit nicht zu.
 
Der Geschäftsklimaindex für die Holzbranche ist äusserst positiv zu bewerten. Deswegen werden auch die hohen Holzpreise weiterhin Bestand haben. Traditionell kommt im 2. Quartal aus dem Privatwald sehr wenig Holz. Das weiß natürlich auch die Sägeindustrie. Sobald die Schneebruch bedingten hohen Waldlager abgearbeitet sind, werden frische Holzmengen sehr begehrt sein. Die Holzabfuhr wird sich dann wieder deutlich beschleunigen. Deswegen sollten Planungen für Waldpflege- und Durchforstungsarbeiten jetzt konkret angepackt und in die Tat umgesetzt werden. Die beiden forstlich ausgebildeten WBV-Geschäftsführer und die staatlichen Revierleiter stehen für die waldbauliche Beratung zur Verfügung. Nähere Auskünfte  zum Holzmarkt mit seinen Sortimenten und Preisen erhalten die WBV-Mitglieder direkt beim Geschäftsführer.
 
 
10. März 2011
Der Holzmarkt im 1. Quartal 2011
 
Die Nachfrage und die Preise befinden sich nach wie vor auf einem hohen Niveau! Der Grund für diese Entwicklung liegt im geringen Einschlag im vergangenen Jahr. Durch ungünstige Witterungsbedingungen war der Einschlag insbesondere mit der Maschine stark gebremst. Dies führte zu einer Verknappung des Rundholzangebotes. Andererseits ist die weltweite Nachfrage nach Nadelschnittholz stark angestiegen. Dank dieser günstigen Ausgangsposition konnten bei den Preisverhandlungen mit der Sägeindustrie eine Erhöhung der Holzpreise für unsere Mitglieder erzielt werden. Den Erfolg geben wir selbstverständlich direkt an unsere Mitglieder weiter.

Im Rückblick auf das Jahr 2010 ist festzustellen, dass das verregnete Frühjahr und der Sommer für den Urlauber als auch für die Land- und Forstwirtschaft ein Alptraum war. Nach den Bergen von Schnee im Winter 2010 folgte ein trockener April mit erhöhter Borkenkäfergefahr, dem wiederum ein nasser Mai folgte (verregneter Schwärmflug des Borkenkäfers). Juni und Juli waren dann extrem trocken und heiß, der August und September wieder völlig verregnet. Die wassergesättigten Böden konnten kaum befahren werden. Auf diese nassen Böden legte sich bereits Ende November eine dicke Schneedecke, welche das Durchfrieren verhinderte, bereits liegendes Holz zuschneite und eine pflegliche Waldbewirtschaftung erheblich erschwerte. Der anhaltende Schneefall Anfang Dezember führte in den höheren Lagen (vor allem im Bereich Eckenricht – Edelsfeld - Boden) teilweise zu erheblichen Schneebruchschäden.
Insgesamt war 2010 geprägt von einem anziehenden Holzmarkt (Preissteigerung in der Fichte im Jahresverlauf um ca. 20 €/fm und in der Kiefer um ca. 12 €/fm) und extremen Wetterkapriolen. 

Für das kommende Jahr 2011 erwarten wir weitere positive Entwicklungen auf dem Holzmarkt. Wer 2011 handelt und seinen vielleicht schon lange geplanten Einschlag realisiert, kann mit einem hervorragenden Preis für sein Holz rechnen. Derzeit herrscht rege Nachfrage nach allen Sortimenten und die Situation auf dem Schnittholzmarkt ist stabil. Zum jetzigen Zeitpunkt sind noch nicht mit allen Abnehmern Verträge abgeschlossen. Es ist daher momentan noch schwierig für einen Holzpreis im zweiten Quartal eine genauere Prognose zu stellen. Es ist jedoch aufgrund der aktuellen Wirtschaftslage davon auszugehen, dass auch im 2. Quartal 2011 die Preise weitgehend stabil bleiben. Eventuell ist aber auch der eine oder andere Euro drin.

Deshalb: Nutzen Sie die derzeitige gute Holzmarktlage und planen Sie jetzt den Einschlag für Sommer und Herbst mit normalerweise trockeneren Bodenverhältnissen. Oder wie es ein prominenter Holzverwerter der Forstverwaltung ausdrückte: Worauf warten Sie noch? Wer jetzt kein Holz macht, dem ist nicht mehr zu helfen!

Heuer wieder ganz stark zu spüren ist der saisonale Angebotsüberhang des Privatwaldes im ausgehenden Winter. Mehr oder weniger „alle“ Waldbesitzer haben in den Wochen seit der Schneeschmelze unter recht günstigen Bedingungen ihren Einschlag durchführen können. Die Fuhrunternehmer und Säger sind mit solche Massen kurzfristig überfordert. Es kommt daher zu Abfuhrverzögerungen. Mit Qualitätseinbußen (Bläue) und eventuell nötigen Behandlung der Holzpolter gegen Lineatusbefall ist zu rechnen. Für die Sommermonate wird dagegen wieder mit einer Verknappung des Holzangebotes gerechnet. Eine zügige Abfuhr kann dann wieder sichergestellt werden.
 
 
21. Dezember 2010
Witterungsbedingt schleppende Rohholzversorgung lässt Schnittholzpreise steigen
 
Des einen Freud, des anderen Leid: Weiterhin gute Aussichten für den Waldbesitzer gibt es auf dem Holzmarkt. Die anstehenden Werksferien bei verschiedenen Holzverarbeitern verbunden mit schlechteren Holzabfuhrmöglichkeiten aufgrund hoher Schneelage führen schon jetzt zu einer Verknappung des Schnittholzangebotes. Auch werden die Schneebrüche der vergangenen Tage nicht zu einer Steigerung des Rohholzangebotes führen. Die im 4. Quartal 2010 teils unter Druck geratenen Schnittholzpreise stabilisieren sich bereits wieder. Als Aussicht am Holzmarkt für den Jahresbeginn 2011 wird das hohe Holzpreisniveau wohl erstmal weiter erhalten bleiben.
 
 
06. Dezember 2010
Holzmarktbericht Dezember 2010
 
Die Rundholzpreise sind seit dem III. Quartal 2010 weitgehend stabil geblieben. Nach Engpässen bei der Versorgung der holzabnehmenden Seite im Sommer mit Rohholz, hat sich zwischenzeitlich bei vielen Sägern die Versorgungslage entspannt - auch durch den deutlich gesteigerten Einschlag im Privatwald.

Insgesamt hatte der geringe Einschlag im schneereichen vergangenen Wnter, das Ausbleiben von Sturm- und Borkenkäferschäden, zu einem geringeren Holzangebot geführt. Auf der anderen Seite sprang die Konjunktur wieder richtig an. Dies bedingte wiederum die Angst mancher Kunden, nicht mehr genügend Holz zu bekommen. Hamsterkäufe von Schnittholzhändlern im Juli heizten die Situation zusätzlich an. Die Sägeindustrie verstärkte die Produktion, taktische Minderbestellungen mancher Kunden und geringerer Bedarf an Schnittholz im September trafen dann auf eine zu hohe Septemberproduktion.
Am Schnittholzmarkt haben schlechtere Absatzmöglichkeiten in verschiedenen Sortimenten schließlich zu Preisrücknahmen seit September 2010 geführt, bei gleichzeitig hohem Rohholzpreis.

Der Verlauf der Roh- und Schnittholzmärkte weist zur Zeit deutlich auf eine Beruhigung des Marktgeschehens hin. Wir gehen momentan von einem weitgehend stabilen und preislich unveränderten weiteren Marktverlauf aus, sofern keine kalamitätsbedingten Störungen (Orkan, Schneebruch) auftreten. Manche Säger kündigen längere Betriebsferien über Weihnachten an, um Produktion und Lager zu reduzieren. Stabilisierend werden sich sicherlich auch verschiedene Rahmenverträge mit längeren Laufzeiten bis März 2011 auswirken.
Für das „Leitsortiment“ der Stärkeklasse 2b, frisch gesund gerade, wird bei Fichte zur Zeit zwischen 99,- und 101,- Euro je Festmeter, bei Kiefer zwischen 77,- und 80,- Euro je Festmeter und selbst für Palettenholz zwischen 70,- und 72,- Euro pro Festmeter frei Waldstraße bezahlt (Preise inkl. 5,5% MWSt.).

Die WBV Sulzbach-Rosenberg rät, den anstehenden Wintereinschlag so früh wie möglich anzupacken um erstens den Holzpreis zu nutzen und zweitens einem Überangebot von abfuhrfertigem Rohholz im Frühjahr mit den dann unvermeidlichen längeren Holzabfuhrzeiten entgegenzuwirken.
 
 
25. Oktober 2010
Wertholzsubmission läuft an
 
Nach dem sehr guten Verlauf und den dabei erzielten Ergebnissen bei der Wertholzsubmission letztes Jahr, beteiligt sich die WBV Sulzbach-Rosenberg wieder an der Versteigerung von wertvollen Nadel- und Laubhölzer. Für Mitglieder, die sich jetzt noch an der Versteigerung beteiligen möchten, bietet sich nun die letzte Möglichkeit an.
Wertvolles Holz zeichnet sich durch hohe Durchmesser (40 cm aufwärts, je nach Holzart) und durch eine sehr gute äußere (astnarbenfrei, Geradschaftigkeit) sowie innere (Gesundheit, Jahrringaufbau, Farbe, Verkernung) Holzqualität aus. Kompetente Beratung bei der Einschätzung “wertholzhaltig oder nicht” erhalten die WBV-Mitglieder durch die beiden Geschäftsführer oder aber auch durch den ehemaligen Revierleiter Reinhold Lang (09661/6920).
 
 
01. Oktober 2010
Absatzmöglichkeit Pappel Rundholz
 
In Zeiten hoher Rundholzpreise und geringem Rohholzangebot suchen die Säger auch nach Alternativen zu Kiefer und Fichte. So wird nun auch das ansonsten wenig gefragte Pappelholz wieder interessant.
Gesucht wird Pappel (auch Aspe), frisch, gesund, gerade. Gesunde Äste werden akzeptiert aber keine Fauläste. Durchmesser L3a + (mind. 30 cm) in Längen mit 5,20 / 7,80 / 10,40 m (+ Übermaß).
Interessenten an einer Vermarktung von Pappelholz nehmen bitte mit WBV-Geschäftsführer Jörg Berendes oder Uwe Gmach Kontakt auf.  Die WBV Sulzbach-Rosenberg weist darauf hin, dass das “Zeitfenster” zur Vermarktung einer “Problembaumart” häufig recht eng sein kann.
 
 
27. September 2010
Holzmarkt stabilisiert sich auf hohem Niveau
 
Wie bereits weiter unten vermutet, mehren sich die Anzeichen auf eine Stabilisierung des Holzpreises auf hohem Niveau. Neue Vertragsabschlüsse für das IV. Quartal legen bei der Fichte zwar noch mal 1,- bis 2,- € je Festmeter geringfügig oben drauf. Andere Verträge “frieren” den Holzpreis ein. Häufig besteht bei beiden Vertragspartnern  der Wunsch nach längeren Vertragslaufzeiten. Andererseits versuchen erste Käufer bereits, den Preis zu senken und holen Rohholz über weitere Strecken. Angesichts der dann fälligen hohen Transportkosten ist dieses Vorhaben aber nicht sehr erfolgversprechend und wird den Holzpreis nicht nach unten drücken können.
 
Letztendlich steuert der Markt auf einem gefestigten und hohem Preisniveau dem Winterhalbjahr entgegen. Nun sollte nur noch das Wetter mitspielen ...
 
 
27. August 2010
Holzmarkt läuft auf Hochtouren - Scheitelpunkt bei Holzpreisentwicklung in Sicht?
 
Die deutsche Wirtschaft „boomt“: Laut Statistischen Bundesamt lag im zweiten Quartal 2010 das Bruttoinlandsprodukt um 2,2 % höher als im ersten Quartal. Ein solches Wachstum hat es seit der Wiedervereinigung noch nie in Deutschland gegeben. Positive Impulse für die Wirtschaft kamen sowohl aus dem Inland als auch aus dem Ausland. Diese allgemeine wirtschaftliche Erholung ist auch bei den Betrieben der Forst- und Holzwirtschaft angekommen. Die hohe Nachfrage nach Stamm- und Industrieholz ließ sich im Inland kaum decken und führte zu deutlich gestiegenen Rundholzpreisen. Zur Deckung der Nachfrage wurde der Import von Nadelholz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 144 % gesteigert, der Export um 23 % zurückgefahren.
 
Es war absehbar, dass die Holzindustrie nicht auf uns Waldbesitzer warten würde, bis wir die Marktsituation mit praktischer Durchforstungsarbeit nutzen und den Holzmarkt mit dem dringend benötigten Rohstoff Holz versorgen. Zusätzlich erschwert oder verhindert die momentane Witterung  vielerorts das Arbeiten im Wald. Bereitgestelltes Holz wird zügig abgefahren.
Marktbeobachter rechnen aber damit, dass bei den anstehenden Vertragsverhandlungen für das 4. Quartal die Dynamik des Preisauftriebs beim Nadelstammholz wahrscheinlich nachlassen wird.

Die WBV Sulzbach-Rosenberg empfiehlt nach wie vor, den momentanen Holzmarkt bestmöglich zu nutzen und das Holz aus den ohnehin nötigen Durchforstungen möglichst noch vor Jahreswechsel auf den Markt zu bringen. Bekanntlich ist das Orkan- und  Schneebruchrisiko im Winter hoch und die - im Fall des Falles - damit verbundenen Holzpreisabstürze, wie bei Wiebke, Lothar, Kyrill und Emma, durften wir ja kennen lernen.
 
 
12. Juli 2010
Holzpreise III. Quartal 2010 erreichen Höchststand der letzten 20 Jahre
 
Die Holzpreise in Bayern haben nach der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise wieder angezogen. „Auch die Nachfrage nach Holzprodukten steigt“, sagte Forstminister Helmut Brunner in einer dpa-Meldung.
Fichte hat jetzt die 100,- Euromarke gerissen. Die Kiefer erreicht für Durchforstungsholz bis 79,- €/fm. Alle Preise für L2b, frisch gesund gerade, inkl. 5,5% MWSt.
 
 
09. Juni 2010
Holzmarkt “brummt” - 90-Euro-Marke ist geknackt
 
Die holzabnehmende Seite ist zur Zeit (wegen Einschlagszurückhaltung aufgrund unklarer wirtschaftlicher Entwicklung, fehlenden Kalamitäten verbunden mit witterungsbedingt geringem Wintereinschlag) durchwegs schlecht bevorratet. Das Rohholz-Waldlager ist praktisch leer. Borkenkäfer spielen momentan keine Rolle. Der deutsche Schnittholzmarkt ist mit einem großen Teil exportorientiert. Die aktuelle Schwäche des Euro gegenüber dem Dollar kurbelt die Absatzmöglichkeiten von Schnittholz am Weltmarkt noch zusätzlich an. Der für uns Waldbesitzer günstige Holzpreis wird voraussichtlich auch in der zweiten Jahreshälfte bestehen bleiben. “Zockermentalitäten” unter uns Waldbesitzern seien aber die Preisentwicklungen vor und nach den Orkanen Vivien/Wiebke und Kyrill sowie zuletzt Emma ins Gedächtnis gerufen. Wer zu spät kommt, den bestraft - der Holzmarkt.
 
Für Fichte wird zur Zeit - jeweils für L2b, frisch gesund gerade - zwischen 89,- und 95,- €/fm bezahlt. Die Kiefer liegt bei 71,- bis 74,- €/fm. Wie schon bekannt gegeben, wird selbst für Palette bis zu 68,- bezahlt. Industrieholz erlöst knapp 36,- €. Alle Preise inkl. 5,5% MWSt.

Nachdem das Interesse, die Waldpflege im eigenen Wald mit Unternehmern (Durchforstung mit Harvester oder Motorsäge) durchführen zu lassen, für die anstehende Saison spürbar angestiegen ist, sollten die Mitglieder, die auch die Holzmarktlage nutzen wollen, möglichst bald mit der WBV-Geschäftsstelle Kontakt aufnehmen.

Als Faustregel für turnusgemäße Durchforstungen gilt: Alle fünf Jahre sollten in jüngeren Beständen und alle zehn Jahre in älteren Beständen aktiv Bäume (mit grüner Krone) aus dem Bestand entnommen werden. Das sogenannte “Dürrholzen” stellt keine Waldpflege dar! Wie ein Wald fachgerecht behandelt wird, dazu stehen die beiden forstlich ausgebildeten Geschäftsführer der WBV und die staatlichen Revierleiter zur Verfügung. Anruf genügt.

 
08. Mai 2010
Holzmarkt sucht Holz - Sommereinschlag jetzt planen
 
Der Holzmarkt hat sich aus Waldbesitzersicht weiter günstig entwickelt. Die Rohholzversorgung bei den meisten Sägern ist sehr mager. Dementsprechend gross ist der Hunger nach frischem Holz. Für Fichte werden mittlerweile für L2b 85,- €/fm und für Kiefer L2b bis 67,- €/fm angelegt. Selbst für (gerades und nicht abholziges) Palettenholz wird bis 65,- €/fm bezahlt. Die Holzabfuhr läuft überwiegend schnell und problemlos. Es gilt jetzt, als Zusammenschluss der Waldbesitzer den Markt zu bedienen, Kundenbeziehungen zu festigen. Hölzer die von uns Erzeugern direkt an unsere Marktpartner gehen, braucht dieser nicht über (undurchsichtige) Selbstwerber oder Holzhändler einkaufen oder Holzversorgungswege aus dem Ausland aufbauen.
 
Vereinzelt werden Meldungen über Käferholz bekannt. Den Waldbesitzern wird empfohlen zur Vorsorge im Bereich alter Borkenkäfernester auf neuen Schadbefall zu achten (braunes Bohrmehl auf Rindenschuppen) und dann entsprechend schnell zu handeln.
 
Die für uns positive Situation am Holzmarkt wird aller Wahrscheinlichkeit nach auch im Sommer / Herbst bestehen bleiben. Daher empfehlen wir unseren Mitgliedern dringend, die positive Situation  zu nutzen und Planungen für Waldpflegeaktionen zusammen mit Revierleiter und/oder WBV-Geschäftsführer jetzt anzupacken. Die solide Vorbereitung von Durchforstungen erfordert ihre Zeit. Wie allgemein auch bekannt, ist ab Anfang August mit anhaltend günstigen Bedingungen für pflegliche Durchforstungsarbeiten zu rechnen - auch auf ansonsten schwierigeren Standorten. Gleichzeitig ist dann die Gefahr von Borkenkäferschäden durch liegen bleibendes Holz äusserst gering.
 
Tip: Sprechen sie auch Ihren Nachbarn an. Mit gemeinsamen Aktionen lassen sich oftmals beträchtliche Synergieeffekte erzielen. Dies gilt insbesondere bei den oftmals verschachtelten Strukturen unserer Flurnummern.
 
 
25. März 2010
Holzmarkt 2. Quartal: Preise steigen
 
Der Holzmarkt hat sich weiter stabil aufwärts entwickelt. Schadholzmengen sind bislang ausgeblieben. Unsere “Hurrikan-Saison” geht ihrem Ende zu. Fichten und Kiefernhölzer werden nach wie vor lebhaft nachgefragt. Erste Käufer zahlen für frische, gesunde und gerade Fichte L2b 80,- bis 84,- €/fm. Für Kiefer wird im “Leitsortiment” L2b von 64,- bis 69,- €/fm angelegt. Die Holzabfuhr läuft überwiegend gut bis zufriedenstellend (je nach Käufer). Waldbesitzer, die den Markt noch kurzfristig nutzen und bedienen wollen, müssen beim Holzeinschlag wegen der anstehenden Borkenkäfer- und Bläuegefahr auf zügiges Arbeiten achten.
 
Mit der für uns positiven Situation am Holzmarkt, empfehlen wir unseren Mitgliedern, die Planungen für Waldpflegeaktionen zusammen mit Revierleiter und/oder WBV-Geschäftsführer jetzt anzupacken. So bleibt genügend Zeit, die Flächen solide vorzubereiten und die WBV kann Durchforstungen besser koordinieren. Besonders in Mischbeständen kann jetzt noch der Kronenzustand gut beurteilt werden, was nach Laubausbruch schwierig wird. Wie allgemein auch bekannt, ist ab Anfang August mit anhaltend günstigen Bedingungen für pflegliche Durchforstungsarbeiten zu rechnen - auch auf ansonsten schwierigeren Standorten.
 
03. März 2010
Kaum Schäden durch "Xynthia" in Bayerns Wäldern
 
Nach ersten Umfragen hat der Sturm Xynthia vom 28.2.1010 in den Wäldern keine stärkeren Schäden verursacht. Lediglich im Spessart hat der Sturm geringe Schäden verursacht. Die Mengen sind aber vernachlässigbar und werden in den bestehenden Verträgen mit vermarktet. In weiten Bereichen Bayerns gibt es keine nennenswerten Schäden, vereinzelt treten Einzelwürfe auf. Auch aus den Hochlagen werden keine größeren Schäden gemeldet. Die Bayerischen Staatsforsten gehen im Staatswald von einem Anfall von unter 20.000 Fm aus.

Aus Baden-Württemberg werden nur marginale Sturmschäden in den Wäldern aus den nördlichen Landesteilen gemeldet.  Der Gesamtanfall wird nach ersten Schätzungen auf weniger als 1 % des Jahreseinschlags geschätzt (unter 100.000 fm). In der Regel handelt es sich um Einzel- und Nesterwürfe.

Aus den bundesweiten Schwerpunktgebieten des Sturms Rheinland-Pfalz (Schwerpunkt Eifel, Hunsrück, Westerwald), Nordrhein-Westfahlen, Hessen und Thüringen werden wenige großflächige Schäden gemeldet. In der Regel handelt es sich um Nester- und Einzelwürfe und –brüche. Erste Schätzungen gehen von einem Schadholzanfall von ca. 1,6 bis 1,7  Mio. Fm in Rheinland-Pfalz aus. Der Landesbetrieb Wald und Holz Nordrhein-Westfahlen rechnet landesweit mit  ca. 400.000 Fm. Der Landesforstbetrieb Sachsen-Anhalt geht von einem Anfall von deutlich unter 100.000 Fm aus. Aus Thüringen wurde gestern ein Sturmholzanfall von 100.000 Fm gemeldet. Diese Zahl kann aber vom Thüringer Waldbesitzerverband nicht bestätigt werden, da aufgrund des Schnees und Eises weite Bereiche noch nicht erkundet werden konnten.

In Frankreich wird von einem Schaden von rund 600.000 Fm ausgegangen.

Die angefallenen Mengen können überwiegend im Rahmen bestehender Verträge vermarktet werden. Da der Holzmarkt voll aufnahmefähig ist und die Nachfrage zurzeit vielerorts nicht erfüllt wird, ist von keinen grundsätzlichen Auswirkungen auf dem bayerischen Holzmarkt auszugehen.
 
Quelle: Bayerischer Waldbesitzerverband
 
 
01. März 2010
Schäden durch "Xynthia" im Gebiet der WBV Sulzbach-Rosenberg gegen NULL
 
Nach Abfahren bekannt neuralgischer Stellen durch die WBV-Geschäftsführer und nach Rücksprache mit den Revierleitern gibt es im Gebiet der WBV Sulzbach-Rosenberg wohl keine nennenswerten Schäden durch "Xynthia". Meldungen über Schäden in Wäldern aus Frankreich, Baden-Württemberg Nordrhein-Westfalen, Hessen und Thüringen bleiben abzuwarten.
 
 
15. Februar 2010
Schwarzerle dringend gesucht
 
Kurzfristig wird Erlenholz aus Frischeinschlag gesucht.
Anforderungen: Starke Dimension (L3a aufwärts) mit guter Qualität (Güte A/B kein C-Holz)
 
Interessenten setzen sich bitte mit der WBV-Geschäftsstelle in Verbindung.
 
 
12. Februar 2010
Der aktuelle Rohholzmarkt (IV. Quartal 2009 mit Ausblick auf 2010)
 
Derzeit liegen die aktuellen Holzpreise über dem Durchschnittspreisniveau der letzten 10 Jahre. Zum einen ist diese Situation auf die geringen Käferholzmengen 2009 zurückzuführen, zum andern auf die Verbesserung des Weltwirtschaftsklimas der letzten Monate. Aufgrund saisonaler Nachfrageentwicklung und stark abgebauten Holzlagern in vielen Sägewerken ist derzeit der Bedarf sehr groß und führte in den vergangenen Wochen zur Holzknappheit. Hinzu kommen derzeit hohe Schneelagen, die nicht nur die Holzabfuhr, sondern teilweise auch den Holzeinschlag behindern.

Daher sollte die gute Marktsituation genutzt und verstärkt mit Waldpflegemaßnahmen begonnen werden. Die derzeit winterliche Witterung ist optimal für Waldarbeiten geeignet, da durch die Schneedecke verbunden mit Dauerfrost Bodenschäden weitgehend verhindert werden. Für Waldbesitzer, die selbst nicht in der Lage sind den Einschlag durchzuführen, vermittelt die WBV erfahrene Waldfacharbeiter oder Harvestereinsätze von heimischen Unternehmen, die wald- und bodenschonend arbeiten. Alle Holzsortimente können derzeit zu Vertragspreisen des vierten Quartal 2009 plus den einen oder anderen Euro abgesetzt werden. Die richtige Holzaushaltung dazu finden die Waldbesitzer auf der Homepage unter Sortimente

Die WBV Sulzbach-Rosenberg w. V hat erreicht, dass alle bis Ende März bereitgestellten Hölzer durch Vorverträge mit guten Preisen abgesichert sind. Holzernte sollte rechtzeitig erfolgen und nicht dem nächsten Sturm überlassen werden.
 
Zum Holzmarkt in Bayern:
Das Weltwirtschaftsklima hat sich wieder etwas verbessert. Für die EU-Staaten werden leicht positive Einschätzungen für das 1. Halbjahr 2010 vorgenommen.
Die Baugenehmigungen sind insgesamt weiter rückläufig und haben in den ersten 8 Monaten des vergangenen Jahres um 4,8% abgenommen. Von einer schwachen Bautätigkeit wird vor allem im Bereich des Wohnungs- und Gewerbebaus berichtet. Der öffentliche Bau dagegen zeigt positive Tendenzen. Für das kommende Jahr geht die Bundesregierung davon aus, dass die Baubeginne um 1,9% steigen werden. Die Konjunkturprogramme greifen bisher überwiegend in den weniger holzintensiven Bereichen der energetischen Sanierung und des Tiefbaues.

Holzverarbeitende Industrie
Einem Anstieg der Schnittholzpreise wichtiger Hauptsortimente folgte im Laufe des IV. Quartals wieder eine leichte Abwärtsbewegung. Insgesamt wird eine nicht ausreichende Versorgung mit Rundholz beklagt. Vereinzelt wurden von Sägern die Weihnachtsferien verlängert.
Die Exportlage hat sich im IV. Quartal weiter verschlechtert. Lediglich für den Exportmarkt in die USA wurden verbesserte Absatzbedingungen gemeldet.
.
Nadelrundholz
Versorgungsengpässe der Säger bei Fichtenrundholz führten bereits zu Beginn des III. Quartals zu einer sehr guten Nachfragesituation. Im Klein-Privatwald erfolgte jedoch trotz akzeptabler Nadel-Rundholzpreise nicht der erwartete Anstieg im Holzeinschlag. Die Bayerischen Staatsforsten liegen beim Frischholzeinschlag auf Kurs. Der Groß-Privatwald und Kommunalwald hatte aufgrund der unsicheren Marktlage vielfach Einschlagsmengen bereits vorgezogen.
Seit Mitte des IV. Quartals hat sich der Nadel-Rundholzmarkt, aufgrund des unterschiedlichen Bedarfs der einzelnen Säger, zunehmen zu einem Spot-Markt entwickelt. Langfristige Verträge sind im Wesentlichen nur noch bei größeren Forstbetrieben vorhanden.

Fichte:
Über ganz Bayern lag das Preisniveau zwischen 75 – 82 €/fm frei Wald für das Leitsortiment Fi L2b Güte BC. C-Holz wurde in der Regel mit einem Abschlag von 10 €/fm abgerechnet. Der Preisrahmen spiegelt dabei das übliche Süd-Nord-Preis-Gefälle.

Kiefer:
Kiefer erzielte im IV. Quartal im Leitsortiment L2b Güte BC 58 – 63 €/fm frei Wald. Vertragslaufzeiten wurden überwiegend bis Ende März 2010 auf dem Niveau des IV. Quartals ausgehandelt.

Buche:
Die Verhandlungen mit Abnehmern von Buchen-Stammholz bestätigten die negativen Prognosen. Alle Waldbesitzarten mussten preisliche Zugeständnisse für B –Qualitäten im Bereich von 10 – 15% akzeptieren. Für das Sortiment L 4 Güte B konnten Preise von 90 – 110 €/fm frei Wald erzielt werden. C-Qualitäten gaben 5 – 10% nach. Hier konnte zu Preisen zwischen 55 – 65 €/fm frei Wald abgeschlossen werden.
Liefermengen wurden von den meisten Forstbetrieben dementsprechend reduziert. Die Nachfrage konzentriert sich hauptsächlich auf stärkere Dimensionen und rotkernige Buche. Sortimente für Paletten-Hersteller und Parkettware wurden nur sehr gering angefragt. Diese Sortimente sind teilweise über die energetische Schiene einer Vermarktung zugeführt worden. Preislich haben sich Palettenholz-Sortimente und Brennholz-Sortimente mittlerweile stark angenähert.

Eiche:
Bei Eichen-Stammholz waren Preisrücknahmen von ca. 10% bei normalen Qualitäten überwiegend nicht zu verhindern. Hochwertige Sortimente konnten zu befriedigenden Preisen vermarktet werden. Die Abnehmer sind zum Einen teilweise noch sehr gut über ihre Rundholzlager versorgt und sehen sich zusätzlich noch einer schwierigen Absatzsituation gegenüber. Parkett-Ware war ebenfalls nur schwer absetzbar. Hingegen von Seiten französischer Fasshersteller war zunehmend größeres Interesse zu vernehmen.

Industrieholz
Die Lieferungen an Industrieholz für die Papier- und Zellstoffindustrie entwickelten sich weiter rückläufig. Dies war einerseits bedingt durch den geringeren Einschlag von Nadel-Rundholz und andererseits einem für die Waldbesitzer unattraktiven Papierholzpreis verschuldet. Größtenteils wurden entsprechende Sortimente in die thermische Verwertung umgeschichtet. Teilweise besteht die Papierindustrie auf die Auslieferung der Vertragsmengen aus laufenden Verträgen.

Energieholz
Laubholz erfuhr nach wie vor eine sehr gute Nachfrage durch den Bereich Brennholzselbstwerbung und Brennholzgewerbe. Schwaches Nadelholz wurde ebenfalls zunehmend in Form von Hackschnitzeln der thermischen Verwertungs-Schiene zugeführt.
Ausblick
Aufgrund der fehlenden Mengen an frischem Nadel-Rundholz konnten die meisten Lieferverträge auf stabilem Preisniveau bis zum Ende des I. Quartals 2010 verlängert werden.

Quelle:
Stephan Fessler, Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten
 und FBG Eichstätt
überarbeitet WBV Sulzbach-Rosenberg
 
 
01. Februar 2010
Beteiligung an Wertholzsubmission ist voller Erfolg - Preise sind Richtungsweiser für Holzmarkt
 
Als äusserst lehrreich haben sich die Informationen von Bertram Stielper (Forstlicher Berater der WBV Fränkische Schweiz) für die Teilnehmer der Lehrfahrt zum Wertholzlagerplatz Strullendorf erwiesen. Insbesondere die erzielten Preise für die verschiedenen Holzarten, Dimensionen und Qualitäten der einzelnen Stämme überraschten doch immer wieder bis hin zum ungläubigen Kopfschütteln. Die 13 Eichenstämme aus dem Wald der Bürgerspitalstiftung Sulzbach-Rosenberg  jedenfalls wurden alle verkauft und erzielten Preise zwischen 205,- und 423,- € je Festmeter. Der teuerste Stamm mit 5,3 m Länge und 57 cm Mittendurchmesser erlöste 553,50 €. Mit diesen Preisen musste sich das einzige Laubholz aus der Oberpfalz bei der Wertholzsubmission nicht verstecken. Die Oberpfälzer Eiche geht an acht(!) verschiedene Käufer aus Unterfranken, dem Steigerwald bis hin zum Erzgebirge.

Insgesamt wurden knapp 500 Festmeter Laubholzstämme von 15 Baumarten zum Kauf angeboten. Am 12. Januar war es dann soweit. Die Gebote von 35 Bietern aus dem In- und Ausland – Furnierwerke, Wertholzsäger, Schreiner und Holzhändler – wurden geöffnet und verglichen.
 
Trotz Wirtschaftskrise fanden 93% der Hölzer einen Abnehmer. Der durchschnittliche Erlös über alle Hölzer erhöhte sich gegenüber 2009 um 74 €/cbm  auf 292 €/cbm. Besonders erfreut zeigten sich die Veranstalter - die WBV Fränkische Schweiz, die Forstwirtschaftliche Vereinigung Oberfranken und die Bayerischen Staatsforsten - über die guten Erlöse bei Esche (bis 261,- €/fm), Kirsche (bis 609,- €/fm), Ulme (bis 498,- €/fm) und bei der Walnuss (bis 2258 €/fm.
 
Nach dem Einbruch im Vorjahr konnte auch der Durchschnittserlös der Eiche wieder um 82 €/fm auf 417,- €/fm gesteigert werden. Das Höchstgebot bei Eiche lag hier bei 1232 €/fm
 
Riegelahorn 5000 EuroBergahorn legte gegenüber dem Vorjahr um 184 €/fm auf duchschnittlich 396,- €/fm zu. Dies lag freilich nicht zuletzt an der „Braut“, dem teuersten Stamm der Veranstaltung: Der geriegelte Bergahorn erzielte knapp 5000 €, das sind 3330 €/fm.
 
(Anm.: Beim Riegelahorn sind die Holzfasern gewellt, dadurch entsteht die für diese Holzart typische Maserung. Fehlerfreie Stämme werden als exklusives Furnierholz, z.B. für Musikinstrumente verwendet)
 
Bild: Die “Braut der Submission” mit Bertram Stielper bei der kritischen Würdigung des Ahornstammes. (Bild Jörg Berendes)
 
Die Geschäftsführer der WBV, Jörg Berendes und Uwe Gmach, sowie Forstdirektor Richard Schecklmann – das AELF Amberg hat die Betriebsleitung im Bürgerspitalwald – bewerten die erstmalige Teilnahme an der Laub-Wertholzsubmission Pretzfeld als Erfolg. Im direkten Verkauf hätte man nur die Hälfte des Verkaufserlöses erzielen können. Die Submission ist zudem eine Werbeveranstaltung für Verkäufer und Käufer. Manche Nachfrage und gutes Geschäft kommt erst in der Folge zustande. Vielleicht werfen die Laubholzsäger, die in den klassischen Laubholzgebieten wie Spessart, Steigerwald oder Frankenalb angesiedelt sind, nun auch öfter einen Blick in unsere Region. Beim Nadelholz, so Schecklmann, sei die Oberpfalz mit einem eigenen Wertholzlagerplatz bei Parkstein und der zugehörigen Submission alljährlich Mitte Dezember bereits gut im Geschäft. Für Reinhold Lang, den für den Spitalwald Sulzbach-Rosenberg zuständigen Revierförster, war das gute Ergebnis auf jeden Fall ein schönes Abschiedsgeschenk in seinen Ruhestand.
 
Bild: Revierleiter Reinhold Lang vor “seinen” Eichen. Die Stämme mit den dunklen Stirnseiten wurden zur Werterhaltung bereits mit Wachs versiegelt. (Bild Jörg Berendes)
 
Beim Rundgang über den Lagerplatz zeigte sich deutlich, dass starkes Holz verbunden einer guten Qualität in der Regel sehr gut beboten wurde. Die beiden Forstfachleute der WBV, Jörg Berendes und Uwe Gmach, haben ihr Wissen um die Wertholzaushaltung erweitert. Aufgrund der gewonnenen Erfahrungen plant die WBV Sulzbach-Rosenberg bereits jetzt wieder eine Beteiligung an der nächsten Submission. In nächster Zeit werden sie jedenfalls mit anderen Augen durch den Wald gehen, um nach geeigneten Nadel- und Laubhölzern für die Submissionen im nächsten Winter Ausschau zu halten. Wer in seinem Wald wertvolle Stämme vermutet, soll sich frühzeitig an die WBV Sulzbach-Rosenberg als kompetenten Partner für die Beratung und Vermarktung wenden.
 
Zusätzliche Erläuterung des Begriffs Wertholzsubmission:
Im Gegensatz zu den allgemein bekannten Versteigerungen nach dem Schema »zum Ersten, zum Zweiten, zum Dritten« erfolgt die Angebotsabgabe bei einer Submission geheim und in schriftlicher Form. Auf einem Lagerplatz wird wertvolles Holz zur Besichtigung ausgelegt. Die Holzkäufer haben Zeit, die präsentierten Stämme zu besichtigen, eingehend zu prüfen und ihren Anforderungen entsprechend auszuwählen. Anschließend übermittelt jeder Käufer sein Gebot in einem verschlossenen Briefumschlag an den Veranstalter. Am Submissionstag werden die Gebote einander gegenübergestellt, wobei der Höchstbieter den Zuschlag erhält. Ein »Nachbessern« ist zu diesem Zeitpunkt nicht mehr möglich.
 
 
25. Januar 2010
Brennholz und Hackschnitzel gesucht
 
In letzter Zeit häufen sich die Anrufe an der Geschäftsstelle, die nach Brennholz oder Hackschnitzel fragen. Nach dem Motto vom “Holz der kurzen Wege” bietet die WBV Sulzbach-Rosenberg ihre Dienste als Drehscheibe an, Nachfrage und Angebot - regional und ohne Umwege - zusammen zu bringen.
WBV-Mitglieder, die trockene Ware in guter Qualität anbieten können, werden gebeten, sich mit der Geschäftsstelle in Verbindung zu setzen. 
 
 
15. Januar 2010
Holzmarkt legt bei Fichte nach - Kiefer weiterhin auf stabilem Preisniveau gesucht
 
Frische Fichten und Kiefernhölzer werden derzeit lebhaft nachgefragt. Namhafte Käufer haben auf den Fichtenpreis des vergangenen Quartals nochmals 1,50 bis 2,00 € / fm daraufgelegt. Kiefernholz wird auf gutem und stabilem Preisniveau weiterhin gesucht. Die Holzabfuhr ist nun nach der Weihnachtspause wieder angelaufen. Die Abwicklung der Holzmengen von der Bereitstellung bis zur Bezahlung ist zur Zeit weitgehend als gut bis sehr gut zu betrachten.
 
 
23. Dezember 2009
Weihnachtsferien bei den Holzverarbeitern - Holzmarkt weiterhin stabil

Wir weisen darauf hin, dass viele unserer Holzkäufer in den Weihnachtsferien ihren Betrieb nur eingeschränkt laufen lassen und zum Teil sogar komplett schliessen. Dadurch kann es zu Verzögerungen bei der Holzabfuhr kommen.
Die Lage in der Holzwirtschaft entwickelt sich weiterhin stabil. Vertragsabschlüsse für das I. Quartal 2010 bestätigen unsere letzte Einschätzung mit gleichbleibenden Preisniveau bis hin zu ein paar Euro zusätzlich auf den Holzpreis des IV. Quartals 2009
 
 
[Aktuelles] [Wir über uns] [Holz] [Holzmarkt] [Sortimente] [Bereitstellung] [Brennholz] [Dienstleistungen] [WBV Energie GmbH] [Waldwissen] [Links] [Downloads] [Archiv] [Kontakt] [Impressum]