Faire Brennholzpreise
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Sehr geehrtes Mitglied, sehr geehrter Brennholzinteressent,

der Brennholzmarkt ist aufgrund der vielen Anbieter und der Vielgestaltigkeit des Produkts sehr uneinheitlich und wesentlich schwieriger zu fassen als der Markt für leichtes Heizöl. Mit den nachfolgenden Informationen wollen wir dazu beitragen, dass Käufer und Verkäufer die Qualitätsstandards kennen und die Brennholzpreise in unserer Region fair gestalten können.

Verkaufsmaß

Käufer und Verkäufer müssen sich über das Verkaufsmaß einig und im Klaren sein.

  • In der Regel wird Brennholz als Raummeter (rm) oder Ster verkauft. Darunter versteht man 1 Kubikmeter lose aufgeschichtetes Holz mit Hohlräumen. Faire Anbieter messen 1 Ster gespaltenes, meist einmetrig zum Trocknen aufgeschlichtetes Holz am Lagerplatz. Die gemessene Menge wird dann zu 50/33/25 cm - Scheiten eingeschnitten und lose geschüttet ausgeliefert. Setzt dann der Kunde die Scheite wieder auf, ergibt sich aufgrund der dann dichteren Schichtung oftmals ein Maßverlust. In Versuchen wurden bis zu 19 % Maßverlust nachgewiesen.
  • Mißt der Verkäufer das lose geschüttete Scheitholz z.B. auf dem PKW-Anhänger, dem Kipper oder in der Gitterbox, so ist das Verkaufsmaß der Schüttraummeter (SRm). Er beinhaltet wiederum die Hohlräume, die aber im Gegensatz zum geschlichteten Holz deutlich größer sind. 1 SRm entspricht deshalb in etwa 0,7 Ster. Setzt dann der Kunde die Scheite  auf, beträgt das Raummaß oft nur noch 0,6 Kubikmeter. Bei sehr günstigen Preisen handelt es sich häufig um Preise für einen Schüttraummeter. Kostet ein Schüttraummeter 45 €, so liegt der Preis für den Ster bei über 64 €!
  • Die Abrechnung nach Gewicht bei bekanntem Wassergehalt ist die fairste Methode. Sie erfordert aber größeren Aufwand und ist meist nur bei professionellen Brennholzhändlern üblich.

Wassergehalt

Scheitholz darf erst dann als lufttrocken bzw. als ofenfertig bezeichnet werden, wenn es einen Wassergehalt unter 20% aufweist. Der Wassergehalt ist der Anteil des Wassers an der Holzmasse und beträgt bei frischgeschlagenem Holz bis zu 60 %. Zur natürlichen Trocknung muss das Holz mindestens 7 Monate gespalten, trocken, sonnseitig und luftig gelagert wer werden. Alternativ kann Scheitholz in Trockenkammern oder Containern, z.B. unter Zufuhr von Warmluft aus Biogasanlagen getrocknet werden.

Holzart

Je schwerer eine Holzart bei gleichem Wassergehalt ist, desto höher ist ihr Heizwert in Kilowattstunden (kWh). 1 Ster Buchenholz besitzt beispielsweise bei 15 % Wassergehalt einen Heizwert von 1906 kWh (= 190 l leichtes Heizöl), 1 Ster Fichte dagegen nur 1348 kWh (=135 l leichtes Heizöl). Für den Ster Buchenbrennholz wäre folglich ein bis zu 40% höherer Preis als für den Ster Fichte gerechtfertigt. Kiefern- und Lärchenanteile erhöhen den Heizwert im Nadelbrennholz. Die Harthölzer Buche, Eiche, Birke sind vom Heizwert etwa vergleichbar.

Scheitlänge

Je kürzer die gewünschte Scheitlänge, desto höher ist der Aufwand für den Lieferanten. Ein Mehrpreis von 2-3 € pro Ster bei einer Scheitlänge von 25 cm ist durchaus gerechtfertigt.

Weitere wertvolle Tipps zum Heizen mit Holz finden Sie auf folgenden Internetseiten

www.lwf.bayern.de/waldbewirtschaftung/holz-logistik/energie-aus-holz/

www.tfz.bayern.de/festbrennstoffe/

und in den Merkblättern der Landesanstalt für Wald- und Forstwirtschaft (LWF):

Scheitholz - Produktion, Lagerung, Kennzahlen

Energiegehalt von Holz

Für Fragen wenden Sie sich an den Ansprechpartner für Holzenergie am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Amberg:

http://www.aelf-am.bayern.de/forstwirtschaft/holz/088219

 

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