Wald und Wild
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Hier können Sie Informationen zum vieldiskutierten Thema Wald und Wild nachlesen

Gesetzliche Grundlagen: kurzer Überblick über wald- und jagdrechtlich Grundlagen für Waldbesitzer.

Biologische Grundlagen (in Kürze werden hier wildbiologische Grundlagen für Waldbesitzer zum Thema Rehwild aus dem Vortrag von RJM Nikolaus Urban veröffentlicht. (Bereits jetzt schon abrufbar: Kurzfassung des Vortrages bei der WBV-Jahreshauptversammlung im Downloadbereich.)

Vegetationsgutachten 2009: Hier gibt`s die kommentierten Ergebnisse für unser WBV-Gebiet.

”Liebe Waldbesitzer,

warum habt ihr das “Heft” aus der Hand gegeben? Ihr seid die Eigentümer des Jagdrechts und verantwortlich für den Wald. Ihr seid verantwortlich für die Hege und Pflege - nicht die Jäger.”

(Revierjagdmeister Nikolaus Urban bei der Jahreshauptversammlung 2010 der WBV Sulzbach-Rosenberg)
 

Abschussplanung für Waldbesitzer elementar wichtig

Die WBV appelliert an die Jagdgenossen und Jagdpächter, sich verantwortungsbewusst für einen Wald mit Zukunft zu zeigen. Der Schutz des Eigentums vor Wildschäden, auf Grundlage der gesetzlichen Vorgaben im Wald- und Jagdgesetz, muss dabei Richtschnur sein. Das Ziel eines naturnahen Mischwaldes - der nicht nur für Rehwild einen hervorragenden, reichhaltigen Lebensraum bietet - darf nicht weiter durch Verbiss gefährdet werden.

Warum eine intakte Naturverjüngung aus standortsgemäßen Baumarten wie Buche, Tanne, Ahorn, Eiche, Esche ... für den Wald so wichtig ist, hat Johann Koch vom BBV im folgenden kurz zusammengefasst:

Schalenwild als waldbaulicher Faktor
von Johann Koch, BBV

Der Einfluss des Schalenwildes auf die Waldverjüngung ist vielfältig. Schalenwild äst die Samen, Keimlinge und Jungpflanzen. Dabei werden Laubholz, die seltenen Baumarten sowie Baumschulpflanzen bevorzugt verbissen. Kurzfristig kommt es zu einer Verringerung der Pflanzenzahlen. Leittriebverbiss führt zu Zwieselbildung und Krummwuchs. Da sich Laubholz und Tanne schlechter regenerieren oder häufiger verbissen werden, nehmen sie ab oder geraten gegenüber Fichte im Höhenzuwachs ins Hintertreffen. Langfristig kommt es zur unerwünschten Entmischung Richtung Nadelholz. Auch ist oft ein erhöhter Aufwand für die Kulturpflege nötig um den gewünschten Anteil an Mischbaumarten trotz Verbiss und Wuchsverzögerung zu erhalten.

Da Weiserzäune gut geeignet sind, das natürliche Verjüngungspotential der Wälder und einen eventuellen Totalverbiss durch Wild aufzuzeigen, rät die ARGE jeder Jagdgenossenschaft, einen oder besser mehrere Weiserzäune im Revier anzulegen. Vielfach wird man überrascht sein, welches Füllhorn die Natur kostenlos zur Verfügung stellt. Tipps zur Anlage von Weiserzäunen können in einem auch mit dem BV erarbeiteten Merkblatt der LWF nachgelesen werden.

Durch angepasste Wildbestände erhält der Waldbesitzer Freiräume in der Waldbewirtschaftung und kann erhebliche Kosten sparen. Naturverjüngung ist kostenlos. Eine Pflanzung erfordert Investitionen zwischen 2.500 € und 7.500 € zuzüglich etwaiger Zäunungskosten in etwa gleicher Höhe. Bei den langen Verzinsungszeiträumen ist dies selbst bei niedrigem Zinssatz ein keinesfalls zu vernachlässigender Aspekt. Land- und Forstwirte müssen auch ökonomisch denken, um ihre Existenz zu sichern!

Naturverjüngung oder auch die künstliche Saat, insbesondere als Vorausverjüngung unter Schirm, haben viele Vorteile. Die Pflanzen besitzen meist die beste Wurzelqualität und sind an den Standort angepasst. Wissenschaftlich nachgewiesene Risikofaktoren wie irreversible Wurzelmissbildungen bei Baumschulpflanzen sowie Wachstumsverzögerungen durch den Pflanzschock, hohe Ausfallraten durch ungünstige Witterung während oder nach dem Pflanzen spielen beim Arbeiten mit der Natur kaum eine Rolle. Zudem sind Pflanzen aus Naturverjüngung weniger verbissgefährdet als gedüngte, für das Wild schmackhafte Baumschulpflanzen. Naturverjüngungen besitzen meist hohe Pflanzenzahlen, so dass sich der Waldbesitzer die Besten auswählen kann. Zudem wird eine gesicherte Naturverjüngung vom Staat finanziell gefördert. Welcher Waldbesitzer kann auf die genannten Vorteile verzichten?

Quelle: BLW Nr. 4 v. 29.01.2010

 

 

 

 

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